der Länge nach in der Breitenrichtung des Bremsberges steht, wenn nicht Fördergestelle
nit Drehscheiben wie auf Grube Altenwald verwendet werden. Bl. 43, Fig. 7 u. 8
zeigt die Einrichtung. Die Drehscheibe dreht sich um die Achse à in der Ebene der Platt—
form und wird an ihrem Rande von 4 an den Gestellbäumen befestigten Friktionsrollen bb
getragen. Auf der Plattform ist eine Nase e angebracht, gegen welche bei der Drehung
der Scheibe die Zunge d schlägt und welche die Scheibe in der zum Aufstellen oder Ab—
ziehen geeigneten Stellung hält. Die auf den Winkelschienen befestigten Hemmschuhe ee
dienen zur Verhütung des Ueberschiebens der Wagen beim Aufftellen. Die horizontalen
Längsbalken des Gestelles sind an ihren Enden durch Scharniere kbeweglich und verstellbar
zemacht, um das Gestell für verschiedene Fallwinkel verwenden zu können. An den senk—
rechten Gestellbäumen befinden sich bewegliche Riegel, die den Wagen nach der Drehung in
der Längstellung festhalten. Durch die Längsstellung des Wagens ist es möglich, die lichte
Weite des Bremsberges erheblich zu vermindern (von 2mm in der Firste und 2,20 mmin der
Sohle auf 1,20 bezw. 1,70 m). Um bei geringer Flötzmächtigkeit, ungenügender Stand—
jaftigkeit des Nebengesteins und steilem Flötzfallen die Gestellwagen zu erübrigen und die
Breite und Höhe des Bremsschachtes in möglichst geringen Dimensionen halten zu können,
jat man auf westfälischen Gruben Gleitbremsen eingerichtet. Es sind dies oben offene
jölzerne Kasten die auf der Sohle und an den Stößen des Bremsschachttrummes gleiten.
Sie haben den Nachteil, daß sie eine Umförderung notwendig machen, da sie am Anschlags—
zunkte aus den von den Abbauörtern kommenden Fördergefäßen gefüllt und am Fuße des
Bremsberges wieder in Förderwagen entleert werden müssen, zu welchem Zwecke die Kasten
horn mit einer durch Riegel verschließbaren Klappe versehen sind.
Zur Verbindung des beladenen und leeren Wagens bezw. des Gegengewichtes mit
dem beladenen oder leeren Wagen in den alternirend fördernden doppeltrümmigen bezw.
eintrümmigen Bremsbergen dienen stets Seile, während in den kontinuirlich fördernden
zweitrümmigen Bremsbergen sowohl Seile als auch Ketten zur Verwendung kommen.
Konstruktion derselben sowie deren Verbindung mit den Wagen sind die aleichen wie die bei
der horizontalen Förderung beschriebenen.
Dasselbe gilt für die Führung des Seiles oder der Kette. Es besteht hinsichtlich
der Breite der Rollen auch hier der Unterschied, ob das ganze Seil einfach über eine
Scheibe oder über einen Rundbaum läuft, bezw. die beiden Seile auf besonderen Seil⸗
izrben auf- und abgewickelt werden. In dem ersteren Falle bleibt der Seil-Auf- und Ablauf—
Punkt derselbe, während er in dem letzteren Falle hin- und hergeschoben wird, weshalb im
oberen Teile des Bremsberges breitere Rollen als im unteren verwendet werden.
Wie schon im IV. Abschnitt erörtert ist, unterscheidet man doppeltrümmige und
eintrümmige Bremsberge; während bei den ersteren die Förderung alternirend
und kontinuirlich eingerichtet werden kann, erfolgt sie bei der letzteren nut alternirend,
und zwar immer nur nach dem zweiten Treiben, weshalb das Ergebnis der Förderung in
dem doppeltrümmigen Bremsberg, wenn von demselben Punkte gefördert wird, noch einmal
so groß ist, wie in dem eintrümmigen. Bei den kontmuirlich fördernden Bremsbergen
tann die überschüssige Kraft der beladenen Wagen gegenüber den leeren Wagen noch dazu
henutzt werden, eine andere Förderung, sei es auf horizontaler Bahn, sei es aus einfallen—
den Betrieben, in Bewegung zu setzen, welche Einrichtung man mit automotorisch be—
eichnet.