Wagen untergeschoben werden, was einen großen Wagenpark bedingt und gewinnlose Ab—
iutzung des rollenden Materials zur Folge hat.
Die genaue Innehaltung der Wagenabstände macht sich bei der Förderung von einem
Punkte aus weniger fühlbar; auch nur bei einem oder wenigen lassen sich noch gute Ein—
eichtungen treffen, schwierig wird jedoch die Sache, wenn mehrere Punkte vorhanden sind.
An denselben ist dann noch die Förderung meist so gering, daß der Schlepper seine beladenen
Wagen allein unter die Kette schieben und die leeren abnehmen muß. Soll nun nicht bei
edem Wagen die Förderung stillgestellt werden, so ist diese Arbeit schwer auszuführen und
elbst nicht ungefährlich. Um allen diesen Übelständen abzuhelfen, sind Tragerollen konstruirt,
velche die Kette in der Strecke und insbesondere an den Anschlagepunkten hochhalten, jedoch
ein Vorbeipassiren der Mitnehmer gestatten.
6) Tragerollen.
Von den mehrfachen Konstruktionen hat sich nachstehend beschriebene und in Fig. 7,8
und 9, Bl. 31 dargestellte am besten bewährt. Die Rollen rr (Fig. 7) sind drehbar in den
Konsolen bb gelagert, berühren einander jedoch nicht, lassen vielmehr einen Zwischenraum
»on etwa 25 mm, durch den der Mitnehmer hindurchgeht. Die Führungshörner ce (Fig. 8)
iichern ein stoßfreies Einführen des Mitnehmers. Die Rollen haben einen Durchmesser von
rund 200 mm und sind 60 bis 70 mm breit. Ein Abfallen der Kette ist durchaus aus—
zeschlossen, weil die Rollen nicht ausweichen können und der Zwischenraum zwischen denselben
geringer ist, als die Breite der Kettenglieder.
7) Förderung auf ungleichmäßiger Bahn.
Eine gleichmäßig ansteigende oder horizontale Förderbahn ist bei der Kettenförderung
aicht erforderlich, weil die Kette beim wechselnden Ansteigen infolge ihres großen Eigen—
gewichtes an den Brechpunkten stets so tief durchhängt, daß ein Lösen der Wagen nicht zu
cfurchten iũt.
Win man die Kerte nidt ie schwer wädlen eder ergiett die Berechnung eine leichtere
dette, jo böͤnnen en den Brechrunkten beweglich gelagerte Derrelbebel mit Druckrollen enge—
oracht werden. Sorrie der Wagzen die erite Rolle pa'strt, drückt die zweite die Kette nieder
und umgekehrt. Auch kann man in den Brechdunkten das Geleise der Kettenkurbe ent—
prechend legen.
B. fFörderung mit unterliegender Kette.
Diese Methode wird vielfach erfolgreich für kürzere Strecken über Tage angewandt,
vährend dieselbe für längere Strecken unter Tage wegen des unvermeidlichen Schmutzes in
»er Streckensohle u. s. w. nicht zweckmäßig ist. Antrieb- und Umkehrscheibe liegen unter der
Bahnsohle und sind horizontal verlagert, es können für dieselben die bisher besprochenen
donstruktionen gewählt werden; ihre Durchmesser werden, wenn irgend möglich, gleich der
Entfernung von Mitte zu Mitte Geleise gemacht. Weil die Kette bei dieser Fördermethode
ziemlich stark gespannt sein muß, benutzt man zum Nachspannen der Kette statt der üblichen
Spanngewichte eine Schraubenspindel mit flachem Gewinde. Je nach der Art des Mit—
iehmers der Wagen unterscheidet man folgende zwei Methoden:
R Förderung mit gewöhnlicher Kette und eingesetzten festen Mitnehmern.
Es wird eine gewöhnliche Kette benutzt, die in gewissen Abständen mit festen Mit—
gehmern (Fig. 10, Bl. 31) ausgerüstet ist, die entweder in die Zugringe oder hinter die