Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

anten gegen das Seil drückt, sodaß dasselbe in die Nut zu liegen kommt und die Nuß sich
von hinten über den Keil schiebt. Durch einen leichten Schlag gegen die Warze e der Nuß
vird eine sichere Verbindung mit dem Seil hergestellt. Die Lösung erfolgt, indem man
yon vorn gegen die Nuß schlägt. Diese Seilschlösser haben sich im allgemeinen bewährt;
als ein Nachteil wird aber bezeichnet, daß sich durch das häufige Antreiben des Keiles in
der Nut am oberen dicken Ende des Keiles ein sogenannter Bart bildet. Bei den längere
Zeit in Gebrauch befindlichen Schlössern schiebt sich nun der Keil ziemlich tief in die Nut
sinein, und es kommt dann vor, daß der am Keil vorstehende Bart sich an dem in der Nut
zefindlichen Keilgang ansetzt und ein festes Ineinandergreifen beider Teile verhindert. Diese
Bärte müssen daher regelmäßig abgefeilt werden.
Zur Vermeidung dieses Übelstandes ist auf Grube Reden eine Seilklemme eingeführt
worden, bei welcher der Schluß durch einen Excenter bewirkt wird (Bl. 15, Fig. 18 u. 19).
Sie besteht aus der seitlich aufgeschlitzten gußstählernen Nuß a, dem schmiedeeisernen, auf der
»oberen Kante ausgekehlten Keil b und dem Excenterhebel c. Der Schlitz der Nuß ist eben
der Seilstärke entsprechend abgerundet, nach unten zur Aufnahme des Keiles in eine Keilnut
dertieft. Ferner ist in der Unterseite der Nuß ein bis zur Keilnut reichender Hohlraum
zur Aufnahme des um einen Bolzen drehbaren Excenters ausgespart. Derselbe ist in einen
Handgriff mit dem Ring d verlängert, an welchem ein 1,5 bis 2 m langes Seil mit einem
Befestigungshaken zum Anhängen der Wagen angeschlossen ist. Damit der Keil nicht ver—
loren gehen kann, ist er mit einem Kettchen an dem Ringe d befestigt. Das Gewicht der
dlemme beträgt 3 kg. Beim Anschlagen wird die Nuß von der Seite auf das Seil
gehängt und der Keil mit seinem schwächeren Ende der Zugrichtung entgegengesetzt in die
Zeilnut der Nuß eingeführt. Beim Anrücken des Wagens wird der Excenterhebel nach vorn
gezogen; hierdurch wird der Keil vom Excenterkopf fest gegen das Seil gedrückt und zwar
um so fester, je stärker die am Hebel wirkende Kraft ist. Das Lösen der Klemme erfolgt
einfach durch Zurückdrücken des Hebels mit der Hand.
Auf Grube Von der Heydt ist eine ähnliche Seilklemme zur Einführung gekommen
Bl. 15, Fig. 20 u. 21). Am Hebel a greift ein Zwischenseil an, das mittelst eines Hakens
am vorderen Ende an die Ose der Zugstange des Förderwagens eingehängt wird. Wird der
Hebel à umgelegt, dann wird das Seil infolge der excentrischen Form des Hebels an
einem Drehpunkte festgeklemmt. Die Befestigung der Seilschlösser während des Betriebes
st leicht und einfach. Das Loskuppeln des Schlosses am Seil geschieht durch eine kleine
Drehung des Schlüssels b und hiermit des Excenters e, welcher den Hebel a abdrückt.
Das Schloß wird hierdurch auf leichte Weise gelöst und kann augenblicklich abgenommen
verden.
Auf Grube Gerhard ist ein Mitnehmer konstruirt worden (Bl. 10, Fig. 22 -24),
welcher aus einer Zange besteht, die durch den Zug eines am Förderwagen angehängten
Quppelseiles geschlossen wird und umso fester am Förderseile hängt, je stärker die Belastung
ist. Um ein Offnen der Zange bei plötzlichem Nachlassen des Zuges zu vermeiden, wird
nach dem Anschlagen über die langen Schenkel der Zange ein Ring geschoben. Der Mit—
nehmer zeichnet sich besonders dadurch aus, daß er auch bei geneigter Bahn sehr fest am
Seile hängt; er ermöglicht ferner ein bequemes An- und Abschlagen während der Förderung
Das Förderseil wird an der Angriffsstelle der Zange etwas geknickt, was jedoch bei dem
ortwährenden Wechsel der Angriffsstellen von nur geringer Bedeutung ist.
Vor- und Nachteile der klemmenden Mitnehmer. Der Vorteil bei allen
klemmenden Mitnehmern besteht darin, daß sie die Anwendung glatter Seile ermöglichen.
Dem stehen erhebliche Nachteile gegenüber, die jedoch nicht bei allen Konstruktionen gleich
            
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