Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

3. derselbe darf die Biegsamkeit des Seiles nicht beeinträchtigen, indem anderen⸗
'alls an den Knotenstellen das Seil in kurzer Zeit bricht;
der Knoten muß so fest sitzen, daß sowohl Kurven als auch Steigungen zuver—
ässig befahren werden können;
der Knoten muß einfach und leicht auf dem Seile zu befestigen sein, weil
gewöhnliche Arbeiter imstande sein müssen, die Knoten sowohl aufzubringen, als
auch zu versetzen.
Von den vielen Knotenkonstruktionen, die im Laufe der Jahre zur Einführung kamen
und bei denen man vorzugsweise bestrebt war, eine feste Verbindung mit dem Seile her—
zustellen, hat RD keine bewährt, da sich zeigte, daß mit diesen festen Knoten keine längere
—AV
Knoten brechen. Um dies zu verhüten, wandte man einfache Hanfknoten an, die dadurch
hergestellt wurden, daß ein Hanfspliß fest um das Seil gewickelt wurde. Sie beeinträch—
igen die Biegsamkeit des Seiles nicht, sodann findet keine mechanische Zerstörung der Drähte
durch die Mitnehmer statt, weil bei diesen Knoten der Angriffspunkt der Mitnehmer wechselt;
fie haben jedoch den großen Nachteil, daß sie nicht fest genug auf dem Seile haften, wo⸗
)urch infolge fortwährender Erneuerung der Knoten unverhältnismäßig große Kosten ent—
stehen. Außerdem verursachen die Hanfknoten dadurch leicht Betriebsstörungen, daß der
Hanf sich in die Mitnehmergabel festklemmt, letztere beim Hochführen des Seiles mit aus
dem Wagen herausreißt und in die Antrieb- bezw. Umführungsscheiben zieht.
Um diesen Nachteilen abzuhelfen, hat man (Bl. 14, Fig. 13) eine innen als Hohlkegel
ausgebildete Muffe b über die Hanfumwickelung geschoben. Die Muffe ist innen ein kurzes
Stück mit einem groben Gewinde versehen, wodurch ein Lösen der Muffe von den Hanf—
umwickelungen beim Umlaufen der Scheiben und Rollen verhütet werden soll. Durch die
danfumwickelung wird dem Seile die erforderliche Biegsamkeit gewährt und sitzen die
Knoten recht fest auf dem Seil. Ein besonderer Vorteil dieser Seilknoten ist deren leichte
Herstellung; in einigen Minuten kann ein Knoten durch gewöhnliche Arbeiter erneuert
verden.
Wo große Steigungen zu überwinden sind, werden Doppelknoten nach Fig. 14, Bl. 14
angewandt; ist die Bahnsohle wellenförmig, so müssen Zug- und Gegenknoten nach Fig. 15,
Bl. 14 benutzt werden. Die Mitnehmer greifen alsdann zwischen den Knoten an.

2.

7. Abstreif-Vorrichtungen.

Um die Verbindung des Mitnehmers mit dem Seile selbstthätig zu lösen, dienen die
Abstreif-Vorrichtungen, wie eine solche auf Bl. 15, Fig. lu. 2 stizgirt ist. Es sind scheeren⸗
örmig gebogene Winkeleisen à an den Trägern b bezw. e befestigt. Der Mitnehmer d
Jleitet mit dem Bunde an der Unterkante der Winkeleisen entlang, wird dadurch festgehalten
und von dem Seile s bezw. dem daran befindlichen Knoten kabgezogen. Damit die Gabel
aus jeder Lage in den Schlitz zwischen die beiden Winkeleisen geführt wird, ist noch das
dütenförmig gebogene Blech g an der Schiene e und den beiden Winkeleisen a angebracht.

8. Mitnehmer.
Die Mitnehmer dienen zur Verbindung von Wagen und Seil; dieselben sind abnehmbar
und werden beim Gebrauch in einen an dem Wagen befindlichen Mitnehmerhalter gesteckt,
welcher zu diesem Zweck eine entsprechende Offnung hat. Die Mitnehmer sind an ihrem
Iberen Ende behufs Aufnahme des Seiles gegabelt. Gegen diese Gabel läuft entweder ein
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.