haben ferner keine Neigung zum Aufdrehen oder zur Schlingenbildung. Wegen ihrer glatten
Oberfläche nutzen sich die Scheiben und Laufrollen nur sehr wenig ab. Fig. 8, Bl. 14, zeigt
die günstigere Auflage des flachlitzigen Seiles gegenüber einem rundlitzigen.
Die Verbindung der Seilenden erfolgt durch Aneinanderspleißen. Die ver—
chiedentlich konstruirten Seilschlösser haben sich nicht besonders bewährt. Das beste von
hnen (Fig. 10 u. 11, Bl. 14) besteht aus zwei runden, mit Ansatz versehenen Hülsen k,
einem zweiteiligen, muffenartigen und von beiden Seiten konisch geformten Bund a, dessen
Wandung zwei ⸗-Fförmige Nuten b und eine Rippe d hat und einem Bolzen g. Soll das
Seilschloß ein Seil verbinden, so werden die Enden desselben durch ein Paar Klemmbacken
nittelst Schraubvorrichtung fest eingespannt, jedoch läßt man die Seilenden ein Stück über
die Klemmbacken hinausragen. Nun werden die Hülsenk soweit auf das Seil aufgetrieben,
daß die Seillitzen etwas über die Hülsen überstehen, sodann die Seillitzen aufgedreht und
jeder einzelne Draht im Winkel zu einem Haken um die Hülse bis zum Ansatz gebogen.
Nachdem die beiden Seilenden so weit fertiggestellt sind, werden die Klemmbacken wieder
abgenommen und die beiden Seilenden in die -förmigen Nuten b eingelegt. Darauf
chlägt man mit einem Hammer den Bund a fest zusammen, bringt den Bolzen g durch
die Rippe q, vernietet denselben, und das Seil ist fest verbunden.
Für kleinere Seilspannungen genügen diese Seilschlösser, für größere dagegen nicht.
Zur Herstellung eines Seilsplisses werden die Enden je nach der Seilspannung 4 bis
3 maufgeflochten und die Seele auf diese Länge ausgeschnitten. Die aufgeflochtenen Seil—⸗
litzen werden wechselseitig derart ineinander gesteckt, daß die Litzen des einen Seilendes über
diejenigen des anderen zu liegen kommen. Nun löst man an einem Seilende eine Litze auf
die entsprechende Länge (4m—926 m) auf und flechtet die entsprechende aufliegende Seillitze
des anderen Endes in den freigewordenen Raum ein. Bei der zweiten Litze nimmt man
a. 250 mm weniger u. s.f. Nun werden die entsprechenden Litzenenden in ihre einzelnen
Drähte aufgeflochten und diese einzeln zwischen die Seillitzen gesteckt. Zu dem Seilspleißen
zedient man sich eines Stecheisens (Spleißnadel) und einer guten Zange: diese Arbeit kann
in 2i/, bis 3 Stunden ausgeführt werden.
Je nachdem nun glatte Seile oder solche mit Verdickungen Gnoten) gewählt
werden, kommen klemmende oder einfache Mitnehmer zur Verwendung.
Das Gewicht g eines laufenden Meters Seil ist gleich 5 kg, wenn Q— Quer⸗
chnitt der tragenden Drähte in qum bedeutet*) oder O,0076. n. öo2 kg, wenn mit n die
Anzahl der Drähte, mit ô der Durchmesser derselben in mm bezeichnet wird.**)
Die Seildauer ist je nach den jeweiligen örtlichen Verhältnissen sehr verschieden.
Bei sachgemäßer Konstruktion des Antriebes und der Spannvorrichtung, sowie bei Benutzung
zester Mitnehmer und richtiger Anwendung der Kurvenrollen läßt sich eine Seildauer von
21/, bis 2 Jahren leicht erreichen. Im Allgemeinen dürfte es richtiger sein, den Seil—
zerschleiß pro Tonnenkilometer anzugeben, da nur in diesem Falle Vergleiche möglich sind.
* Ein Kubikmeter Eisen wiegt 7700 kg, das Gewicht eines Drahtes von 1m Länge und 1 qmm
Auerschnitt ist Idcc WVod⸗ xg; 1,3 ist das Verhältnis zwischen Draht- nnd Seil⸗Länge; o ve ist das
Bewicht des Drahtes von 1 qmm Querschnitt, um daraus 1m Seillänge zu flechten; ist Q der Querschnitt
ber tragenden Drähte in qmm ausgedrückt, so ist * das Gewicht des Drahtes für 1m Seillänge.
xsc) Wird der Querschnitt Qmit —— ausgedrückt, so ist das Drahtgewicht für 1mm Seil —
—28B8* —0,0078 m õô⸗.