gehalten werden, hebt und damit den Apparat öffnet. Die Wagen laufen alsdann selbst—
hätig bis zum Endpunkt, woselbst der Apparat abgenommen wird.
4) Förderung aus Nebenstrecken.
Die Förderung aus Nebenstrecken wird meist in der Weise betrieben, daß das Seil
der Hauptstrecke gleichzeitig als Kraftübertragungsmittel dient und durch besondere Antrieb—
cheiben die Seile der Nebenstrecke bewegt. Es ist alsdann zwischen den beiden Scheiben
eine Kuppelung anzubringen, damit das Seil der Nebenstrecke nicht beständig mitläuft.
In hiefiger Gegend ist gegenwärtig keine derartige Fördermethode mehr im Betriebe,
nachdem eine solche auf Grube Friedrichsthal und Gerhard schon vor einer Reihe von
Jahren abgeworfen wurde. In Rheinland und Westfalen finden wir sie auch nur ver—
zinzelt, dagegen wird sie in England und Schottland noch schr viel angewandt, obgleich
nuch namentlich in letzter Zeit mehr und mehr das Oberseil bevorzugt wird.
B3. Förderung mit überliegendem Seil ohne Ende.
Wie schon erwähnt, dürfte dieser Methode die Zukunft gehören, weil es für die
meisten Verhältnisse keine bessere giebt, sich auch aus dem Grunde nicht finden kann, weil
»as Seil für Massentransport das geeignetste Zugmittel ist. Was der Unterschied zwischen
unterliegendem und überliegendem Seil anbelangt, so spricht für letzteres die Einfachheit
des Betriebes. Der Arbeiter legt das Seil in die Gabel des Mitnehmers und ohne weiteres
vird der Wagen mitgenommen. Sodamn ist es gleichgültig, ob und wieviele Zwischenschlags⸗
punkte vorhanden sind, weil durch Einbauen von Tragerollen an den Anschlagepunkten das
Seil stets eine bestimmte Höhenlage über Schienenoberkante beibehält und deshalb das Ein—
und Auswechseln der Wagen leicht ven dem Schlepper bewirkt werden kann, ohne daß die
Förderung zu ruhen braucht. Ferner werden auch Kurven, selbst mit kleinen Radien, völlig
hetriebssicher durchfahren.
1) Förderstrecke.
Was die Förderstrecke anbelangt, so ist ein gleichmäßiges Einfallen derselben nicht
erforderlich, weil gegebenen Falles Knoten und Gegenknoten angewandt werden können. Un—
bedingt zu vermeiden sind jedoch kurze Säcke in der Bahn, weil sich in diesen, insbesondere
»ei starkbeanspruchtem Seile, letztere gern aus dem Mitnehmer herausheben. Das Ansteigen
der Geleise kann im allgemeinen ebenso gewählt werden, wie kei der Hand- und Pferde—
örderung. Jedoch ist man bei der Seilförderung weniger von bestimmten Werten abhängig,
als dort. Wenn es für die Abbauhöhe oder aus anderen Gründen vorteilhaft erscheint,
'ann die Strecke horizontal oder auch mit einem geringen Einfallen, anstatt ansteigend,
getrieben werden. Allerdings ist im letzteren Falle der Kraftbedarf erheblich größer, als
»ei horizontalen Strecken; deshalb werden auch solche einfallende Strecken nur dort anzu—
legen sein, wo man nicht weiter abteufen will.
Bei neu aufzufahrenden Strecken ist es zweckmäßig, einen besonderen Fahrweg vor⸗
zusehen, der sich entweder an einem Stoße oder mitten zwischen den Geleisen befinden kann.
M Betriebsmaschine.
Die Steuerung der Betriebsmaschine braucht nicht, wie dies mit Rücksicht auf die
Kettenbrüche bei den Kettenförderungen geschicht, für Rückwärtsgang eingerichtet zu werden.
Da die Belastung der Maschine häufig wechselt, muß ein guter Regulator angebracht werden,
welcher selbstthätig die Steuerung beeinflußt und unter allen Umständen ein Durchgehen der