o. Das Seil läuft abwechselnd in entgegengesetzter Richtung um.
Es wird bei dieser Methode nur ein Seiltrumm zwischen dem Geleise geführt, das
andere ist seitlich gelegt. Die Ausweichplätze müssen auf genau gleiche Entfernungen vom
Anfangspunkt angelegt sein. Sind beide Züge zur Weiche gekommen, so müssen sie stehen
hleiben. Man hängt alsdann den leeren Zug an das Seiltrumm, das den vollen Zug
hergebracht hat und umgekehrt. Indem man hierauf die Bewegungsrichtung des Seiles
aindert, setzen die lerren Wagen ihren Weg nach hinten, die vollen dagegen nach vorne zu
'ort. Die Seile gehen dort, wo sich die Schienen kreuzen, unter diesen durch. Die
Betriebsmaschine muß mit Umsteuerung versehen sein, um vor⸗ und rückwärts arbeiten zu
önnen.
Wenn auch die Anordnungen unter 2 und 3 für einzelne Fälle in Betracht kommen
tönnen, wird man doch, wenn irgend möglich, die erste Anordnung wählen, weil nur hier—
zei mit einzelnen Wagen gefördert werden kann, auch Zusammenstöße der Züge u. s. w.
—X—
1) Antrieb.
Behufs Vermeidung unnötiger Seilbiegungen wird die Betriebsmaschine und der An—
trieb zweckmäßig in die Verlängerung der Förderbahn gelegt. Es ist vorteilhaft, die
»eladenen Wagen kurz vor dem Auslösen eine kleine schiefe Ebene heraufzuziehen, damit sie
ilsdann selbstthätig dem Endpunkte der Bahn zulaufen. Eine solche Anordnung ist in
Fig. 7, Bl. 13, skizzirt. Von der Zwillingsdampfmaschine à wird durch Riemen und Zahn—
äder b und e die Antriebwelle d bewegt. Auf letzterer sitzt die Antriebscheibe e, welche
sier eine mehrrillige gußeiserne Scheibe ist; kurz vor derselben ist die vorgelegte Scheibe k
zjelagert. Das Seil s kommt aus der Strecke, geht über die vorgelegte zur Antriebscheibe,
von dort wieder zur vorgelegten Scheibe u. s. f., so oft, als erforderlich ist, um ein Rutschen
des Seiles auf der Antriebscheibe beim Anziehen zu vermeiden, und kehrt über die Um—
ührungsscheibe g in die Strecke zurück. Letztere Scheibe wird bei größerer Förderlänge
weckmäßig als Spannscheibe eingerichtet. Man lagert dieselbe zweckmäßig in einen Rahmen
zius -Eisen und versieht diesen mit vier kleinen Rollen, die sich in dem Längseisen
„Eisen) bewegen. Bei dieser gezeichneten Anordnung befindet sich die Spannvorrichtung
uim Streckenende.
2) Trag- und Kurvenrollen.
In der geraden Strecke wird das Seil von Tragrollen getragen, die in Entfernungen
von höchstens 10 zu 10 mm in der Bahnsohle auf Querschwellen gelagert werden. Es können
die in Fig. 8, Bl. 13, abgebildeten Holzrollen benutzt werden, es ist jedoch vorteilhafter,
Stahlgußrollen zu wählen, weil diese weniger dem Verschleiß ausgesetzt sind.
Kurven können bei dieser Fördermethode ohne Seilauslösen betriebssicher durchfahren
werden. Als Kurvenrollen werden vielfach die auf Bl. 13, Fig. 9, abgebildeten Wehr—
rollen benutzt.
3) Kuppelungsapparate.
Man kann bei dieser Methode sowohl in Zügen als auch mit einzelnen Wagen
fördern. Im ersteren Falle werden meist besondere Zugwagen benutzt, die mit dem Seile
zekuppelt werden und einen Führer aufnehmen. An diese Zugwagen werden alsdann die
Förderwagen mit gewöhnlichen Kuppelhaken angehangen. Haben die Förderstrecken unebene
Sohle, so empfiehlt es sich, die Züge doppelt mit dem Seile zu kuppeln, und zwar mit