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1 — Querschnitt jeder Leitung, so ist
A 2 1 W
— ———
Aus dieser Gleichung kann man jedoch nicht ohne weiteres den Spannungsabfall her—
ieiten, wie bei Gleichstrom, vielmehr ist zu unterscheiden, ob Apparate mit induktionsfreien
Widerständen (Glühlampen, Synchronmotoren) oder Apparate mit Selbstinduktion (asnuchrone
Motoren) angeschlossen find.
Hierdurch ist es bedingt, daß der Spannungsunterschied am Anfang und Ende einer
Leitung oft nahezu unabhängig vom Drahtquerschnitt ist. Es kann z. B. vorkommen, daß
„ei konstant gehaltener Spannung von 100 Volt in der Primärstation am Ende der
Leitung 95 Volt vorhanden sind, wenn Glühlampen gespeist werden, dagegen nur 85 Volt,
venn der Strom bei genau gleicher Stromstärke wie vorher zum Betriebe von Motoren
zient. Dieser zusätzliche Spannungsverlust im Leiter wird induktiver Spannungsabfall oder
Drosselung genannt und hat darin seinen Grund, daß der Durchfluß eines Wechselstromes
durch den Leiter von der Bildung eines magnetischen Feldes um denselben begleitet ist.
Dieses magnetische Feld wirkt auf den Leiter zurück und erzeugt in ihm eine elektromotorische
Kraft, die Selbstinduktion.
Um die Drosselung einzuschränken, muß man das durch die Leitung gebildete Feld
nöglichst verringern. Da nun die Stärke des magnetischen Feldes, d. h. die Anzahl der
Zraftlinien, bei derselben Stromstärke abhängig ist von dem Inhalte der durch die Leitungen
ingeschlossenen Fläche und letztere gleich ist dem Produkt aus dem Abstand der Drähte und
er Länge der Leitung, so muß man, da die Länge der Leitung meist gegeben ist, zur Ver—
leinerung dieser Fläche Hin- und Rückleitung möglichst nahe zusammenlegen. Bei Dreh—
trom sind deshalb die Leitungen der einzelnen Phasen zu vermischen.
Die Drehstrommotoren werden sowohl als Synchron- wie Asynchronmotoren gebaut.
Die Bauart der ersteren entspricht genau derjenigen der Drehstromdynamos. Ihre
Umdrehungszahl pro Minute ergiebt sich aus der Formel n — — in welcher 2 die
Wechselzahl der Primärmaschine pro Sekunde und p die Polzahl des Motors bedeutet.
Die Umdrehungszahl der Synchronmotoren steht also im festen Verhältnis zu derjenigen
des Generators. Das magnetische Feld der Synchronmotoren muß durch Gleichstrom erzeugt
werden, der mittelst Bürsten und zwei Schleifringen dem rotirenden Magnetgestell zugeführt
wird. Da nun Gleichstrom nicht überall zur Verfügung steht, finden Synchronmotoren nur
elten Anwendung. Sie haben jedoch den Vorteil, daß sie keine Phasenverschiebung hervor—
rufen und dadurch eine verhältnismäßig kleinere Primärmaschine als gleich starke asynchrone
Motoren erfordern.
Bei den asynchronen Drehstrommotoren wird der Strom nur den feststehenden Win—
dungen des Motorengehäuses, dem sog. Erregeranker zugeführt und erzeugt hier ein
cotirendes magnetisches Feld, das den innerhalb des Erregerankers liegenden Kurzschluß—
inker in Drehung versetzt.
Die asynchronen Motoren werden in zwei Ausführungen: entweder mit oder ohne
Schleifringe ausgeführt (Bl. 20, Fig. 2); erstere sind für große, letztere für geringe
Anzugskraft bestimmt. Da die Schleifringe geschlossene Cylinder bilden, findet eine Unter—
hrechung des Stromes wie bei Gleichstromkollektoren nicht statt, und deshalb ist eine Funken—
hildung vollständig ausgeschlossen. Die Schleifringe ermöglichen es, bei Inbetriebsetzung des
Motors induktionsfreie Widerstände in die Wickelung des rotirenden Ankers einzuschalten;
sobald der Motor die normale Umdrehungszahl erreicht hat, wird der Anlaßwiderstand aus—