von Le nach L, also im äußeren Stromkreise von Bürste Benach B,. Ist Winkel a bei—
nahe 1800 geworden, befindet sich also der Leiter UL, in der Lage A, (Fig. 10, Bl. 16),
o fließt der Strom, der in dieser Lage schon fast — O ist, noch immer von Li nach L,
ilso von Bürste B enach Bie. Wird jetzt aber Winkel d größer als 1800 (Fig. 11), so hat
der Strom im Leiter seine Richtung gewechselt, fließt also jetzt von L nach Li, also auch
»on Segment 8, nach 8 und somit wieder von der Bürste Benach B,, weil Bürste B,
etzt mit Segment 8 und Bumit Sh in Verbindung steht. Bei jedem Durchgange des
Leiters LL, durch die neutrale Achse wechseln die Bürsten ihre Verbindung mit den
Kommutatorsegmenten, so daß im äußeren Stromkreise ein Gleichstrom von der Form
Fig. 12, Bl. 16, ein sog. pulsirender Gleichstrom fließt.
Indem man nun statt eines einzigen Leiters viele solcher im magnetischen Felde rotiren
läßt und die einzelnen Leiter mit entsprechenden Kommutatorsegmenten verbindet, erhält man
einen Strom, der für die Praxis gleichbleibend stark genannt werden kann (Fig. 13, Bl. 16).
Unsere dynamoelektrischen Maschinen enthalten nun in ihrer einfachsten Form
Heinen mit Kupferleitern bewickelten Eisenkörper, den Anker, in welchem bei
der Rotation die elektromotorische Kraft induzirt wird, und
2. einen Feldmagneten, dessen Bestimmung es ist, magnetische Kraftlinien her—
vorzubringen, die von den Ankerleitern bei ihrem Umlauf geschnitten werden
Bl. 17, Fig. 1, 2 und 3).
Meist dreht sich der Anker, während der Feldmagnet feststeht, jedoch ist, namentlich
zei vielen neueren Wechselstrommaschinen, auch das Umgekehrte der Fall. Bei allen Maschinen,
mögen sie zur Erzeugung von Gleichstrom oder Wechselstrom bestimmt sein, lassen sich diese
deiden Teile erkennen. Die Gleichstrommaschinen besitzen außerdem noch den Stromwender
oder Kommutator, auch Stromsammler oder Kollektor und Stromabgeber genannt
Bl. 17, Fig. 6; Bl. 18, Fig. 1). Bei Wechselstrommaschinen ist ein derartiger, vielteiliger
Stromwender nicht erforderlich, es genügen hier einfache Schleifringe, auf denen je eine
Zürste anliegt.
Nach der Form der Anker unterscheidet man Ring-(Bl. 17, Fig. 3), Trommel—
Fig. 1 und 2) und Scheibenanker. Während der Feldmagnet massiv aus Gußeisen oder
Stahl gefertigt ist, ist das im Anker enthaltene Eisen, der Ankerkern, zur Vermeidung von
Wirbelströmen parallel zu den Kraftlinien und der Bewegungsrichtung geteilt, besteht also
„B. bei Trommelankern aus kreisringförmigen, dünnen Blechen von weichem Holzkohlen—
eisen, welche durch Papier oder Anstrich voneinander isolirt sind (s Fig. 1, Bl. 18).
Kleinere Dynamomaschinen werden zweipolig gebaut, größere erhalten 4, 6, 8 und
nehr Pole (Bl. 17 und 18). Mehrpolige Maschinen für hohe Stromstärken erhalten eben—
oviele Bürsten als Pole; bei geringerer Stromstärke kann man die in gleicher Weise indu—
irten Windungen auf dem Anker leitend miteinander verbinden und dadurch die Anzahl
der Bürsten auf ein Paar reduziren.
Die Magnetpole können entweder außen liegen, wobei der Anker zwischen den Magnet—
holen rotirt (Außenpolmaschinen) (Bl. 17, Fig. 1, 2 und 6), oder sie können innen
ingeordnet sein, wobei der Anker außen rotirt (Innenpolmaschinen) Gl. 17, Fig. 3).
Bei letzterer Anordnung kann man die Außenseite des Ankers direkt als Kommutator aus—
hilden, auf welchem die Bürsten schleifen.
Was die Erregung der Dynamomaschinen, d. h. die Beschaffung eines kräftigen magne—
tischen Feldes betrifft, so begnügt man sich heute nicht mehr mit permanenten Stahlmagneten,
ondern man benutzt dazu Elektromagnete. Wenn man nämlich durch eine auf einen weichen
Fisenkern gewickelte Drahtspule einen elektrischen Strom schickt, so wird der Eisenkern zu einem