Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

des magnetischen Feldes, d. h. der auf die Flächeneinheit entfallenden Kraftlinienzahl, der
Länge und der Geschwindigkeit des bewegten Leiters. Ist also F-elektromotorische Kraft
im Leiter, M-Feldstärke, L-Länge des Leiters, V-Geschwindigkeit des Leiters, so ist E —
M.L.V. Ist ferner J-Stromstärke, W-Widerstand des Stromkreises, so ist J— —
M . L.V

Um im Voraus die Richtung der Bewegung bezw. die Richtung des Stromes be—
timmen zu können, beachte man folgende Regel: Man halte Daumen, Zeigefinger und
Mittelfinger der rechten Hand so, daß sie wie die in einer Zimmerecke zusammenstoßenden
Zanten rechtwinkelig zu einander stehen. Gibt dann der Daumen die Richtung der Be—
wegung, der Zeigefinger diejenige der magnetischen Kraftlinien an, so zeigt der Mittelfinger
die Richtung des induzirten Stromes oder der induzirten elektromotorischen Kraft an.
Bl. 16, Fig. 5).
Nehmen wir z. B. an, der Leiter LI, (Bl. 16, Fig. 6) bewege sich im Sinne des
Ahrzeigers zwischen den Polen N und S eines Magneten. Das eine Ende L, sei mit der
Achse, das andere Ende Lemit einer Hülse H pleitend verbunden; die Achse XNsei durch
die Hülse H isotirt durchgeführt; auf der Hülse und auf der Achse schleifen je eine Bürste
3 und Bi, an welche der äußere Stromkreis angeschlossen ist. Wird nun der Leiter LL
durch die Kurbel Kin gleichförmige Drehung versetzt, so wird, da der Leiter magnetische
Kraftlinien schneidet, ein Strom in ihm induzirt. Um nun zu ermitteln, in welcher
Richtung der Strom z. B. in der Lage A des Leiters (Bl. 16, Fig. 7) fließt, halte man
den Daumen in der Richtung der Bewegung AB, den Zeigefinger in der Richtung der
nagnetischen Kraftlinie AM, dann zeigt der Mittelfinger, welcher die Richtung des Stromes
angeben soll, nach vorn. Der Strom fließt also im Leiter LL, von Li nach L. In der
Lage B fließt kein Strom durch den Leiter, weil er hier keine Kraftlinien schneidet, sondern
sich momentan parallel zu ihnen bewegt. In der Lage Cerreicht der Strom, ebenso wie
n der Lage A, seinen Maximalwert, da der Leiter die Kraftlinien rechtwinkelig schneidet,
eine Richtung ist jedoch umgekehrt wie in A, nämlich nach rückwärts; in der Lage D
ließt wieder kein Strom durch den Leiter. Die Verbindungslinie der Punkte B und D,
zie sogenannte neutrale Achse, teilt den Kreis Kin zwei Hälften. In allen Lagen des
Leiters rechts von der neutralen Achse fließt der Strom von L, nach Läund in allen
ragen links von der neutralen Achse in umgekehrter Richtung von L nach Li.
Es seien nun in Fig. 7, Bl. 16, A, A, B, C und D Querschnitte eines Drahtes
n verschiedenen Stellungen, die er einnimmt, während er einen Kreis zwischen den Polen
N und S eines Magneten durchläuft. Das magnetische Feld sei als gleichmäßig voraus—
—DDD0D—— elektromotorische Kraft P- MLV.
Da hierin L und V konstant sind, so wird die im Drahte in den einzelnen Stellungen
nduzirte elektromotorische Kraft nur von der Feldstärke, d. h. von der Anzahl der ijeweilig
geschnittenen Kraftlinien abhängen.
Ist A,eine beliebige Lage des Drahtes und d der Winkel, den der Radiusvektor
DA, in dieser beliebigen Lage mit der neutralen Achse OD bildet, so ist die in der Stellung
A, induzirte elektromotorische Kraft E — Pwmaxsin q, wenn Emax den Maximalwert
der elektromotorischen Kraft bedeutet.
Für a — 900, also in der Lage A des Drahtes, wird sin 4 — 1, folglich B —
Dmax; für a — 180, entsprechend Stellung B, wird PEmax“ sin 1800 — 0O, für
4 2700, also Stellung O, wird B — Emax 2700 — — Emax und für d — 3600,
d. i. Lage D, wird E — Emax“ sin 3600 — O. Dasselbe Gesetz gilt bei gleichbleiben—
            
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