jiesigen Gruben hat man gefunden, daß die Geschwindigkeit in der Minute bei deutschen
Schienen durchschnittlich 5Zzm (der Weg mit vollem Wagen hin und leerem zurück im
Durchschnitte gerechnet), bei englischen Schienen 73 m beträgt. Für das Füllen eines
500 kg haltenden Wagens bedarf man etwa 15 Minuten, für das Entleeren 8 Minuten.
Unter gewöhnlichen Verhältnissen können in der achtstündigen Schicht transportirt werden
Wagen zu 500 kg
auf eine Länge von m bei deutschen Schienen bei englischen Schienen
100 18
200
100
300
300
000
200
600
2000
1000 3.
Im Durchschnitte leistet der Mensch am Wagen fünfmal so viel als am Karren.
Die Leistungen und Kosten der Schlepperförderung sind zu sehr von den Längen und
der Beschaffenheit der Förderwege abhängig, so daß sie nicht gut zahlenmäßig angegeben
verden können.
19,
Von den Tieren findet das Pferd bei Förderlängen von 600 bis 1000 m in der
Brube vorteilhaft Verwendung. Am größten ist der Effekt in söhligen oder schwach ein—
rallenden Strecken und sinkt schnell bei bedeutenderem Ansteigen: In diesem Falle — z. B.
ei einfallenden Strecken — läßt man das Pferd wohl in der Weise wirken, daß es ab—
värts (Bl. 13, Fig. 1) oder horizontal schreitet und an einem oben über eine Rolle gehen—
den Seile die! Last aufzieht. Bei der Einrichtung zur Pferdeförderung hat man für
Sicherstellung der Wasserseige zu sorgen, entweder durch Ueberwölben oder durch
Bedeckung mit Bohlen. Der Raum zwischen den Stegen muß, wenn er nicht ganz mit
Brettern bedeckt ist, mit Bergen oder vollständiger Pflasterung ausgefüllt werden (Bl. 13,
Fig. 1, 2 u. 3).
Das Transportiren der Pferde in Tiefbaugruben erfolgt in der Regel durch die
Schächte, indem man sie auf das gewöhnliche Fördergestell, das mit dicht schließenden Thüren
oersehen wird, bringt und daselbst anfesselt oder den Pferdeknecht dabei stehen läßt. Auf
hiesigen Gruben hat man besondere einfallende Strecken von Tage nieder zur Einführung
der Pferde aufgefahren, die auch von den Arbeitern zur Fahrung benutzt werden können.
Anter Tage hat man, wo solche anzubringen sind, Stallungen angelegt, in welche die
Pferde nach der Schicht untergebracht werden (Bl. 12, Fig. 4 u. 5); man muß diese immer
nn den ausziehenden Wetterstrom legen, damit die Grubenluft nicht verunreinigt werde,
venn man nicht vorzieht, besondere Ventilation einzurichten. Pferdeställe unter Tag haben
den Nachteil, daß die Wartung und Pflege der Tiere leicht vernachlässigt wird und daß bei
Ausbruch ansteckender Krankheiten der Ansteckungsstoff schwerer vertilgt werden kann, als
in Ställen über Tage. Bei Anwendung der letzteren wird das Aus- und Einfahren der
Pferde umso zeitraubender und umständlicher, je tiefer die Gruben sind. Auch erkälten sich
zie Pferde leicht, wenn sie im Winter vom Schachte nach dem Stalle gehen müssen, nach—
dem sie während des Tages in der warmen Grubenluft gearbeitet haben. — Die Leistungen
ind je nach dem Zustande der Bahn und der Stärke der Pferde sehr schwankend; auf den
b. Tiere.