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schienen mehr als Rund- und Flachstäbe.
III. Hubhöhe, Tritte und Büͤhnen.
Am Harze hat man den älteren Künsten 125, den neuercn 1,75 m Hub gegeben.
Die Gestänge der zweitrümmigen Künste sind soweit auscinander gerückt, daß die Ränder
er gegenüber liegenden Tritte 73 v von einander entfernt stehen, um dazwischen eine Fahrt
inzubringen, welche im Notfalle benutzt werden kann: bie Tritte sind 26 em breit und
31 em lang.
Auf den westfälischen und englischen Gruben ist die Hubhöhe noch über 3m; anstatt
zer Tritte sind Bühnen angebracht, welche zur Sicherheit der Fahrenden mit Geländern
umgeben sind. Ebenso hat man bei geringem Spielraum der Tritte denselben aufklappende
Teile gegeben, welche durch Scharniere hergestellt sind (Bl. 1, Fig. 13). Über jedem Tritte
zefindet sich in Brusthöhe des Fahrenden ein Handariff, an welchem man sich beim über⸗
reten festhält.
Die Hubhöhe der Fahrkunst auf Grube Hostenbach beträgt 40 und sind die Fahr—
hühnen an den Gestängen in Entfernungen von 8 mm angebracht. Die Fahrbühnen sind so
zroß, daß zwei Mann bequem darauf Platz finden; sie bestehen aus Flach- und Winkeleisen,
velches zusammengenietet, bezw. aus Eichenbrettern, welche mittelst Schrauben befestigt sind
Fig. 10, Bl. 1). Die Bühnen fitzen mit dem Ansatze à auf den Gestängeverbindungen auf
ind außerdem sind die Geländer jeder Bühne durch Osen und Schrauben an das Gestänge
derart angeschraubt, daß eine Lösung oder Verschiebung vom Gestänge während des Betriebes
faum erfolgen kann.
IV. Andere Ginxrichtungen im Schachte.
Die Stellung der Fahrkunst muß so gewählt werden, daß ein möglichst geringer
Spielraum zwischen den Tritten und Schachtstößen übrig bleibt, außerdem aber auch eine
Fahrt angebracht werden kann. Im Allgemeinen ist die Stellung des Fahrenden so,
aß er mit dem Gesichte dem Gestänge zugekehrt ist. Die Sicherung des Fahrenden
zegen die Berührung der Tritte ist bereits erwähnt, gegen das Unterfassen unter die Schacht—
immerung dienen die Geländer; im Allgemeinen genügt es, den Schacht sorgsam mit Brettern
auszukleiden, sodaß ein Unterfassen überhaupt unmöglich gemacht wird. Um dem Fahrenden
ederzeit Gelegenheit zu geben, sich mit dem Maschinenwärter über Tage zu verständigen,
ind Signale erforderlich, welche beliebig konstruirt sein können, aber immer an dem Ge—
tänge unmittelbar angebracht sein müssen, damit sie dem Fahrenden schnell zur Hand sind.
Leitungen für das Gestänge sind in tonnlägigen Schächten unentbehrlich, aber auch in
aigeren Schächten anzubringen, wenn die Kunst so konstruirt ist, daß die Bühnen seitwärts
im Gestänge vorstehen. Die Führungen bestanden anfänglich auf Grube Hostenbach in
Hoszklammern (Bl. 1, Fig. 11); da, wo das Schachtgestänge 54 mm im Durchmesser hat,
tehen diese noch in Verwendung, jedoch, sobald man unter 60 m Teufe anlangte, wo bereits
der kleinere Querschnitt von 46 mm Stärke in Anwendung gekommen war, wurden diese
Führungen infolge der größeren Schwankung der Gestänge beim plötzlichen Übertreten der
Mannschaft von der einen zur anderen Seite bald erweitert und konnte es nicht ausbleiben,
daß die Fahrbühnen mit den Rückseiten sich den Streichlatten näherten, auch nach und nach
größere Ausbiegungen fühlbar wurden. Es wurde deshalb eine zweite Art Führung un—
mittelbar unter die Fahrbühnen angebracht, welche darin besteht, daß man zwei Stücke
Fichenholz a und b (Bl. 1, Fig. 12) mittelst Schrauben an das Gestänge der Fahrkunst