wodurch die Schmiere durch den geöffneten Absperrhahn d aus dem Füllkessel angesaugt
vird. Sodann wird der Hahn d geschlossen und der Dampf vor den Kolben gelassen,
worauf das Oeffnen des Hahnes küdie Schmierung der Förderwagen mittelst der Rohr—
leitungen pr und den Schlauchstücken ss sofort wieder beginnen kann. Das Verhältnis der
Dampfkolbenfläche zur Schmierkolbenfläche ist so gewählt, daß die Schmiere mit 3 Atm.
leberdruck herausgepreßt wird.
Auf Grube Reden steht eine automatische Schmiervorrichtung im Betriebe. Der
Apparat besteht zunächst aus dem mit Schmiere gefüllten gußeisernen Behälter a, in dem
sich zwischen zwei Blechplatten e das am Umfange muldenförmig verzahnte Rad eb befindet.
Das Rad hat vier kurze Speichenstutzen und wird von vier Spiralfedern getragen, in welche
iese Stutzen hineinragen. Die Spiralfedern sitzen wieder an den Gleitbacken d, die an der
nit vier glatten Flächen versehenen Narbe kslose anliegen. Das Ganze dreht sich um die
als Achse dienende Hülse m, welche durch die Schraube s zwischen den beiden Blechplatten
estgeklemmt ist. Je zwei solcher Apparate werden zwischen das Gestänge so eingebaut,
daß das Zahnrad in die untere Oeffnung der Achsenlager der Förderwagen eingreifen kann
Bl. 9, Fig. 2 u. 3). Der Apparat wird hierbei so eingestellt, daß die Achse des Förder—
vagens das Zahnrad nicht an der höchsten Stelle, sondern bereits einige Verzahnungen
rüher trifft. Hierbei legt sich die Achse in die Verzahnungen auf, drückt das federnde Rad
ein wenig nieder und dreht es nach vorne, während sie gleichzeitig die zwischen der Ver—
zahnung haftende Schmiere annimmt. Jufolge der an den Achsen der Förderwagen hervor—
zebrachten Drehungen des Schmierrades tauchen dessen leere Verzahnungen in die Schmiere
»es Behälters ein und füllen denselben so wieder von neuem.
Als sehr vorteilhaft haben sich die Hal may'schen Räder bewährt. Wie aus Blatt 8,
Figur 11, zu ersehen, ist die Achse in der Schmierbüchse nicht fest, sondern so gelagert,
»aß sie sich nach unten senken kann. Diese Einrichtung bietet den Vorteil, daß die Achse
ammt dem Wagenrad unabhängig vom Wagenkasten den durch die Schienenstöße, Weichen
der örtlichen Senkungen verursachten Unebenheiten des Schienenstranges folgen kann. Hier—
zurch wird ein „Drei-beinig-laufen“ oder eine Entgleisung des Wagens möglichst vermieden.
Auch bei einer eingetretenen Verbiegung der Achse wird die Vorrichtung noch günstig wirken.
Die Lagerstellen der Büchse sind mit Lagermetall ausgegossen. Das Ausfließen der dick—
lüssigen Wagenschmiere aus der Schmierbüchse wird durch je einen, in Schwalbenschwansz—
auten senkrecht geführten Verschlußschieber verhindert.
In neuerer Zeit erhielten die Förderwagen auf Grube Dudweiler Glaser'sche
Radsätze mit festgelagerter hohler Achse, die zur Aufnahme des Schmiermittels dient. Wie
uus Blatt 8, Figur 12, zu ersehen ist, befindet sich in der Mitte der Achse eine durch
Schraube verschließbare Oeffnung o, durch welche die Schmiere eingeführt wird. Von hier
zelangt diese durch die in der unteren Achsenhälfte befindlichen Löcher J an die sich reibenden
Rad- und Achsen-Teile, welche so auf einfache Weise geschmiert werden. Der Verschluß der
Achse und die Sicherung des Rades erfolgen durch Blechscheiben s und Vorsteckbolzen be
Die eigentliche Achse besteht aus einem Mannesmann- oder schmiedeeisernen Rohre mit
zroßer Wandstärke, das zur Befestigung am Wagenkasten übergeschoben und durch Niet—
bolzen mit der Achse verbundene Befestigungslappen Läaus Stahlguß trägt, die ihrerseits
vieder die Laufflächenbegrenzung bilden. Die Vorzüge dieses Radsatzes den anderen Systemen
gegenüber sind: 1) Die hohle Achse besitzt so große Widerstandsfähigkeit, daß ein Verbiegen
»der Krummwerden der Achse fast ausgeschlossen ist. 2) Der Wagen kann nur während des
Banges Schmiere verbrauchen, weil die Achse nur in der unteren Radhälfte aufliegt, im
Begensatz zu den bisher gebräuchlichen Radsätzen, bei denen die Achse in der oberen Büchsen—