Der elektrische Strom wird von der Primärstation aus durch blankes —EXVV
Querschnitt den in 6im Höhe quer über die Geleise gespannten Kontaktleitungen von 50 qmm
Querschnitt und von diesen mittelst federnd auf einem Leistungsmaste aufgesetzter Rollen dem
Motor zugeführt. Letzterer macht in der Minute 850 Umdrehungen und ist mit dem Zahn⸗
radgetriebe mittelst Gummikuppelung verbunden. Der einseitige Anlaßwiderstand gestattet
aur eine Drehrichtung des Motors. Zum Hin- und Herfahren der Schiebebühne dient
deshalb ein Wendegetriebe mit je einer in die Zahnräder desselben eingreifenden Friktions—
zuppelung für jede Fahrrichtung. Das Anziehen und Auffahren der Waggons auf die
Bühne geschieht durch mit Klauenkuppelung versehener Trommel.
Durch die Zahnradgetriebe wird von der Achse des Motors bis zur Achse der Antrieb—
aufrollen eine 2⸗fache Übersetzung gebildet, wodurch die Schiebebühne eine Fahrgeschwindig—
keit von 0,5 m in der Sekunde erhält. Nach den angestellten Versuchen ist zum Trans—
zort eines beladenen Waggons auf der Bühne bei 100 Volt Spannung eine Stromstärke
»on 50 bis 60 Ampère erforderlich, was einer Leistung von ca. 15 PBS. entspricht. Sie
eichnen sich gegenüber den Schiebebühnen mit Dampfbetrieb durch den Fortfall des Rauches
und der Reparaturen an den Dampffkesseln gegenüber den Schiebebühnen mit Heißwasser—
esseln im besonderen durch Verminderung der Betriebskraft durch Wärmeverluste aus.
Um für die Berge erhöhte Absturzpunkte zu erhalten, stehen Dampfaufzüge in
Verwendung. Das Prinzip derselben besteht darin, daß zwischen dem in einem Cylinder
auf- und abgehenden Dampfkolben und dem Fördergestell eine Übersetzung, bestehend aus
iner dder bei größerer Förderhöhe aus mehreren Rollen, eingeschaltet ist, wodurch der er—
forderliche Kolbenhub auf einen entsprechenden Bruchteil der Förderhöhe vermindert wird.
Die Aufzüge können in verschiedener Anordnung, ein⸗ und zweitrümmig, mit Seil oder mit
Zette ausgeführt werden. Stets sind die Cylinderabmessungen und Gewichte des Kolbens
nit Stange und Zubehör derart bestimmt, daß nur die wirkliche Nutzlast einen Arbeits—
iufwand erfordert.
Der Aufzug zu Grube Altenwald (B. 97) dient zum Emporheben von zwei ein—
etagigen Gerippen für je einen Wagen auf die Höhe von 10 m. Der Cylinder hat 5 m
Hub und 240 mm Durchmesser, eine übersetzung — 1:2 und ist mit zwei Ketten versehen,
die je über eine lose und eine feste Rolle laufen. Beim Aufgange des Kolbens zieht die
untere Kette das Fördergerippe herunter, beim Niedergange die obere Kette das Gerippe
sinauf. Beide Gerippe sind mit einem Gußstahldrahtseil von 16 wm Stärke, das über
ine Seilscheibe geführt ist, miteinander verbunden. Die Umstenerung wird mittelst zweier
Schieber, die durch eine Schieberstange miteinander verbunden sind, durch einen Steuerhebel
bewerkstelligt. Der Dampfverbrauch für einen Zug beträgt 0,226 ebm. Die Dauer der
Fahrzeit eines Zuges ist 40 Sekunden.
Der Aufzug auf Grube Anna Marie b. Aachen (Bl. 98) besteht aus einem in⸗
nitten des Gerüstes aufgestellten Dampfcylinder a, dessen durchgehende Kolbenstange an jedem
Ende eine Kettenrolle b trägt. Über jeder dieser Rollen ist je eine der beiden Förderketten
geschlungen und mit einem Ende an einem festen Haken e im Gerüst befestigt, während das
reie Ende über eine Leitscheibe d herabhängend die Förderschale trägt. Der Kolben hat
ilso nur den halben Hub der Förderkörbe zu vollbringen. Die Steuerung erfolgt durch
nur einen gewöhnlichen Muschelschieber (Fig. 3), der durch eine Zugstange und Anschläge
in der Kolbenstange stets auf Ruhe gestellt wird, sobald die Förderkörbe oben und unten
ingelangt sind. Die Umsteuerung erfolgt von Hand.