oerwendet, daß in einem gußeisernen Förderrohre von 2 qm Querschnitt ein Fördergestell
nit 9 Wagen dadurch emporgetrieben wurde, daß man über demselben die Luft durch eine
Pumpe wegsaugt, so daß unter dem Gestelle die Atmosphäre als Überdruck wirkt
Bl. 89, Fig. 8). Zur Abdichtung im Rohre befinden sich über und unter dem Förder—
zestelle die Kolben a, b, bi. Die Entfernung der Kolben beund be ist etwas größer, als
die Offnung der Verschlußthürenet, durch welche der Wagenwechsel erfolgt.
Der Niedergang des Gestelles wird durch dessen Gewicht bewirkt, wobei die unter
»em Kolben a befindliche Grubenluft durch ein besonderes Ausblaserohr zu Tage tritt,
vährend das Förderrohr sich über dem Kolben bi durch entsprechende Beschränkung des
Zuströmens der äußeren athmosphärischen mit verdünnter Luft füllt. Gleichzeitig ist beim
Niedergange die Verbindung des Förderrohres mit der Grubenluft abgesperrt, beim Auf—
zange dagegen gebffnet, während das Ausblaserohr geschlossen ist. Das letztere wird ent—
»ehrlich und durch eine angemessene Verengung in der Verbindung mit der Grubenluft zu
ersetzen sein, wenn man nicht gleichzeitig eine teilweise Ventilation der Grube damit ver—
zinden wollte.
B. Fageförderung.
Das gewöhnliche Verfahren, die Förderwagen vom Schachte durch besondere Arbeiter
bis zur Sturzbühne und wieder zurück zu schaffen, ist für größere Entfernungen wegen der
bielen Arbeitslöhne nicht zu empfehlen. Ein einfaches Mittel, daran zu sparen, sind die
Rücklaufbahnen, bei welchen zwischen den beiden Punkten zwei Geleise mit entgegen—
zesetztem Einfallen liegen; auf dem einen laufen die beladenen Wagen zur Sturzvorrichtung,
uuf dem andern, höher gelegenen Geleise die leeren Wagen zum Schachte zurück, nachdem
ie auf steiler fallender schiefer Ebene oder einem besonderen Aufzug auf die erforderliche
Höhe gebracht worden sind.
Für größere Entfernungen kommen Pierde, Lokomotiven, Ketten- und Seilförderungen
ur Verwendung.
Das Entleeren der mit beweglicher Stirnwand versehenen Förderwagen geschieht,
ndem man den Wagen anhebt. Die Ladebühne ist mit einem Belag versehen und hat an
heiden Längsseiten nur einen Baum, gegen den sich die Vorderräder stützen. Dies gewährt
den Vorteil, daß man die Förderwagen leicht dahin führen kann, wo das Beladen der
Abfuhrwagen stattfinden soll.
Zum Entleeren der Förderwagen ohne bewegliche Stirnwand dienen die Sturz—
und Kreiselwipper (Bl. 95, Fig. 150. Die Wagen werden in dieselben eingeschoben,
orehen sich selbstthätig um und kehren nach geschehener Entleerung infolge der veränderten
Schwerpunktslage in ihre ursprüngliche Stellung zurück.
Bei den Sturzwippern findet das Umdrehen der Wagen in deren Längsrichtung statt
und deshalb sind bei dem Entleeren heftige Stöße und ein Zerkleinern der Massen un—
dermeidlich. Aus diesem Grunde zieht man den Kreiselwipper vor, bei denen der Wagen
eitlich umschlägt.
Kreiselwipper mit maschinellem Betriebe nach der auf Bl. 86 stizzirten Ein⸗
eichtung stehen auf Albertschacht der Grube Serlo in Verwendung. Die Antriebwelle a,
uuf der die Rollen b und bi befestigt sind, wird kontinuirlich von einer Transmission
zus bewegt. Um den Wagen zu entleeren, hat man nur nötig, den Hebel c von dem
Wipper d abzuziehen, oder an denselben anzudrücken. Infolge dessen wird der Keil e, der
nit dem Hebel o durch Zugstange und Hebel g mittelst der Welle kin Verbindung steht,
don dem Wipper d zurückgezogen, der Wipper legt sich auf die Antriebswellen b und by