hebel durch das Gewicht des Wärters weiter rückwärts gezogen wird. Ein Zurückweichen
des Fußhebels wird durch Eingreifen der Klinke e in den Zahnbogen d vermieden. Soll
mit dem Bremsen aufgehört werden, so wird zunächst durch einen Druck auf die Nase p
die Klinke s gelöst, worauf der Fußhebel durch das Gewicht Qin seine Ruhestellung zurück—
gebracht wird; dann wird die Klinke k aus dem Zahnbogen e gelöst und der Handhebel
n seine ursprüngliche Lage vorgedrück und hier festgeklinkt.
Bei den gewählten Abmessungen und Überfetzungsverhältnissen der verschiedenen Hebel
ind einem Körpergewicht von 75 kg wird durch das hintere und das vordere Bremsbacken⸗
haar beim tiefsten Stande des Hebels H ein Druck von je 400 76 — 230,000 kg auf
ie Bremsringe ausgeübt. Dieser Druck ergiebt bei einem Reibungskoeffizienten & — 0,5
ind einem 2,4 mn langen Hebelarm am Bremsringe ein Drehmoment von 2 30000 0,5
2,4 — 72000 wkg, während das Drehmoment des belasteten niedergehenden Korbes bei
er Seilfahrt bei abgesperrtenm Dampf im ungünstigsten Falle nur 2870 (Marimalbelastung)
(2,35 (Radius des Seilkorbes) — 6457,5 mkg, also nur !1 des vorberechneten Dreh⸗
nomentes beträgt. Die rotirende Maschine hat bei 6 Atm. Dampfdruck nur ein Dreh—
noment von 32000 mkg. Diese rechnerischen Zusammenstellungen lassen klar erkennen,
daß der Maschinenwärter mit dieser Bremse nicht nur einen belasteten Förderkorb bei
abgesperrtem Dampfe mit großer Leichtigkeit im Schachte festhalten kann, sondern auch noch
zie Maschine bei geöffnetem Dampfpentil vollkommen in der Hand hat.
Als Bremsmittel wird bei den Fördermaschinen auch der Gegendampf benutzt, wobei
ei geöffnetem Dampfventile die Steuerung einfach umgelegt wird; die Mißstände, die dieses
VBerfahren bei Lokomotiven besitzt, indem eine hohe gefährliche Temperatur im Cylinder
durch die stattfindende Luftkompression und ein Einsaugen von Luft in dem Dampfkessel
tattfindet, machen sich bei Fördermaschinen weniger geltend, weil nach jeder Tour Still⸗
tände, also Abkühlung, eintritt, auch die Wirkung des Gegendampfes nicht sehr energisch
zu sein braucht. Ist es erforderlich, längere Zeit Gegendampf zu gebrauchen — z. B.
»eim Einbringen von Bergen in die Grube zum Versetzen — so läßt man den Dampf
nicht direkt in die Atmosphäre ausblasen, sondern führt ihn durch einen größeren Dampf⸗
aum, der nun mit Dampf von Atmosphärenspannung und kondensirtem Wasser gefüllt ist.
Der Maschinenwärter schließt in demselben Momente, wo er die Steuerung umlegt und
Begendampf giebt, ein in dem Ausblaserohr angebrachtes Ventil, das immer noch eine, wenn
auch erschwerte Verbindung zwischen dem Dampfraume und dem Chlinder offen läßt; infolge
dessen wird von dem Kolben keine Luft, sondern mit Wasser geschwängerter Dampf aus dem
Dampfraume angesogen und dadurch während der Kompressionsperiode die zu starke Erwär—
mung des Cylinders verhindert.
i. Kaotoren.
1. Handgöpel.
Göpel durch Menschen bewegt kommen kaum noch vor. Sie haben vier Schwengel
von je 2 bis 2,5 m Länge. Die Halbmesser des Seilkorbes haben ein Viertel der Schwengel⸗
länge, und die Geschwindigkeit beträgt etwa Um in der Sekunde. Die Leistung sollte größer
sein als am Haspel, wegen der günstigen Stellung der Arbeiter, sie ist es aber nicht, teils
vegen der Ungewohntheit, teils weil die Arbeiter sich fortbewegen müssen.
2. Tiergöpel.
Die wesentlichsten Teile der durch Tiere bewegten Göpel sind die Göpelwelle,
m deren oberem Teile der Seilkorb zur Aufnahme des Seiles angebracht ist. Dieselbe