urch 6 m lange Anker c aus Flacheisen mit den unteren Trägern b verbunden. Die
Anker sperren den Raum hinter den Fördertrümmern ab und lassen die Anbringung der
Schachtfallen nicht zu, weshalb die Verlagerung der oberen Träger a um 1mm unter der
Hängebank nötig war. An der Strebe führt eine Treppe mit Stufen aus geripptem
Fisenblech zu den Seilscheiben. Letztere sind in ihrem unteren Teile durch einen halbkreis—
förmigen Schutzkasten d von Blech umhüllt und mi Wellblech überdacht. Auf der Platt—
form sind zwei halbkreisförmige Gurte é aufgesetzt, die an ihrem Scheitel einen T-Trägeret
tragen, der zum Aufziehen und Montiren der Seilscheiben dient.
h. Bremsen.
Um die Bewegung in der Gewalt zu behalten und zu mäßigen, wenn sich das
Fördergefäß der Hängebank nähert und das niedergehende Gefäß durch Überschuß der
Seillänge das Übergewicht erhält, sind Bremsen erforderlich, namentlich überall da, wo
»edeutende Centrifugalkraft entwickelt wird, sei es durch große Radien und Gewichte, oder
zurch große Winkelgeschwindigkeit. Die Bremsen müssen direkt auf die Seiltrommeln
wirken. Man hat Backen-, Schrauben⸗, seltener Band-Bremsen, bei Dampfmaschinen
Dampfbremsen. Diese müssen sehr gut bewartet werden, wenn sie nicht im Augenblicke
der Not und des schnellen Gebrauches den Dienst versagen sollen. Es ist wohl nicht in
Abrede zu stellen, daß die an den großen Fördermaschinen angebrachten Dampfbremsen
nfolge ihrer plötzlichen Wirkungsweise die Haltbarkeit der Seilkörbe und der ganzen
Maschine stark beeinträchtigen und daß eine allmählich wirkende Hand- oder Fußbremse,
nit der zuverlässig dieselbe Kraft ausgeübt werden kann, wie mit einer Dampfbremse, eine
vesentliche Verbesserung bildet. An der auf dem Itzenplitzschachte J des Steinkohlen⸗
zergwerks Reden stehenden 220-pferdigen Fördermaschine wurde von der Dingle r'schen
Maschinenfabrik die auf Bl. 86, Fig. 1 gezeichnete Verbundbremse angebracht, die sich durch
ine sichere, allmähliche und stoßfreie Wirkung auszeichnet.
Die vier Bremsbacken BBi sind mit ihrem unteren Ende fest verlagert. Das obere
Ende der vorderen Backen ist durch die horizontale Stange à verbunden. Auf dieser sitzen
lose die beiden aus starkem Flacheisen bestehenden ungleicharmigen Hebel o. Das obere
ẽende der kurzen Hebelarme steht mit dem oberen Ende der hinteren Bremsbacken durch
»ie Stange m in Verbindung. In der Ruhelage — gelüftet — erhalten werden die
Bremsbacken durch die Spiralfedernet, die Hebel u und die Verbindungsstange v. Die
Züftung, d. h. der Abstand der Bremsbacken von den Bremsringen wird begrenzt, bezw.
egulirt durch die Stellschraube x und die Verbindungsstange n, die auf dem kürzeren
Arme der Hebel o versteckbar ist, und je nachdem man die Stange höher oder tiefer steckt,
vird die Entfernung zwischen beiden Bremsbacken verringert oder vergrößert. Die Be—
vegung des Handhebels H und die hier von dem Maschinenwärter geäußerte Kraft wird
zurch die Zugstange 7, die auf der Welle w sitzenden Hebel i, ir, in und durch die Zug—
tange meauf die Hebel o übertragen.
Soll der Bremsapparat, der auf der Zeichnung in der Ruhelage dargestellt ist, in
Thätigkeit gesetzt werden, so löst der Maschinenwürter mit dem Griffhebel s die Klinke k,
zieht dann den Handhebel zurück und stellt ihn mit der Kliuke k in den Zahnbogen e fest.
Beim Zurückziehen des Handhebels H werden die großen Hebel o niedergezogen und drücken
„eaw. ziehen die Bremsbacken an den Seilkorb.
Mit dem Zahnbogen e steht der durch das Gewicht Qabbalancirte Fushebel kin
fester Verbindung. Soll nun die Bremswirkung verstärkt werden, so tritt der Maschinen—
wärter auf diesen Fußhebel, wodurch der Zahnbogen e und der auf diesem festgeklinkte Hand—