Zapfen drehbaren Zeiger bewegt. Der Zeiger ragt über das Gehäuse hinaus und giebt
nit seiner Spitze auf der hinter ihm ebenfalls außen an der Rückwand befestigten Skalasi
ie Umfangsgeschwindigkeit des Seilkorbes an. Die Dimensionen des Apparates sind so
zewählt, daß bei seiner Aufstellung dicht neben dem Teufenzeiger der Zeigerweg und die
Skala deutlich erkennbar sind. Der Abwärtsbewegung der Muffe e wirkt eine schrauben—
örmig gewundene und über die Regulatorachse geschobene Stahlfeder entgegen. Da aber
zie Zunahme der Federkraft einer einfachen Feder beim Zusammendrücken nicht in gleichem
Maße wächst wie die Centrifugalkraft der Schwungkugeln, so ist noch eine zweite und
zwar gebogene Feder aus Flachstahl an zwei Zapfen kkK aufgehängt, welche die Federkraft
der gewundenen Feder derart ergänzt, daß sie beim Stillstande das Bestreben hat, die
Schwungkugeln voneinander zu entfernen, nach einem gewissen Wege der Kugeln aber
imgekehrt dieselben zusammen zu halten sucht. Hierdurch ist eine fast gleichförmige Ein—
eilung der Skala ii ermöglicht. Ohne die zweite Feder würde der Zeiger geringere
Beschwindigkeiten nicht angeben, bei größeren aber gleich bis ans Ende der Skala über—
chlagen; außerdem giebt die zweite Feder den Zeigerbewegungen eine größere Ruhe. üÜber
dem Raume des Gehäuses, das den Regulator umschließt, ist durch eine Wand ein zweiter
Raum abgetrennt, welchen eine Glasthüre und zwei Glasscheiben abschließen. In diesen
Raum ragt eine, an einem mit der Muffe o verbundenen Arme befestigte Stange hinein,
velche an ihrem oberen Ende einen Schreibstift trägt. Letzterer bewegt sich mit der Muffe
iuf und ab und zeichnet diese Bewegung auf dem Papierstreifen der Trommel J auf, die
zwischen zwei Stahlspitzen in dem Trommelhalter m drehbar eingesetzt und an ihrem oberen
Rande verzahnt ist. In die Verzahnung greift das Triebstockrädcheu m, das durch die auf
dem Gehäuse des Apparates aufgestellte Ankeruhr in Umdrehung gesetzt wird. Die Trommel
nacht in 12 oder auch 14 Stunden eine Umdrehung, wobei der Schreibstift in fortlaufender
Weise die Anzahl der Züge aus dem Schachte und die entsprechenden Seilgeschwindigkeiten
auf dem Papierstreifen aufträgt. Nach der Schicht wird der Streifen abgenommen und
durch einen neuen ersetzt. Der Trommelumfang und dementsprechend die Länge des
Papierstreifens ist so groß, daß die einzelnen Kurven sich deutlich erkennen lassen, also der
Streifen ein genaues Bild von dem Betriebe der Fördermaschine nebst den Pausen giebt.
Die Streifen sind mit einem Liniennetz bedruckt, dessen Horizontallinien die Geschwindigkeiten
des Seiles angeben, während die Vertikallinien für die Stunden und Minuten dienen.
Der Trommelhalter miist seinerseits auch in zwei Stahlspitzen drehbar eingespannt, so daß
die Trommel beim Auf- und Ablegen eines Streifens mit dem Rahmen durch die Thür—
jffnung hinausgedreht werden kann und sich auch wieder leicht in die durch einen
Anschlagstift begrenzte Normal-Lage zurückschieben läßt.
Der Geschwindigkeitsmesser an der neuen Fördermaschine bei dem Skalleyschachte II
der Grube Dudweiler besteht, wie aus der Zeichnung auf Bl. 83, Fig. 3 u. 4 zu ersehen
ist, aus einem kleinen Ventilator von 600 mun Durchmesser und einem Depressionsmesser
nit Schreib- und Zeiger-Vorrichtung; Ventilator und Depressionsmesser sind durch einen
Hummischlauch miteinander verbunden. Der Antrieb des Ventilators erfolgt durch die Welle
des Teufenzeigers mittelst Treibriemens. Die mit der Fördergeschwindigkeit zu- und ab—
nehmende Größe der Depression zeichnet sich auf dem Kontrolstreifen für jedes Treiben
durch verschieden lange, vertikale Striche auf, während der untere Zeiger gleichzeitig die in
jsedem Augenblick des Treibens herrschende Geschwindigkeit anzeigt. Bei der Seilfahrt, bei
der die Seilgeschwindigkeit 5 m nicht übersteigen darf, ist die Depressionslinie 13 mm lang,
der Ventilator macht 260 Umdrehungen, entsprechend größer sind diese Werte bei der Pro—
)uktenförderung.