befindet sich eine Schraubenmutter c; diese wird mittelst eines Ansatzes in dem Schlitze der
hohlen Säule 8 geführt und ist mit einem Zeiger versehen. Beim Gange der Maschine
verden die Spindeln in einander entgegengesetzter Richtung gedreht und hierdurch wird die
Schraubenmutter mit dem Zeiger in auf- oder absteigender Richtung, entsprechend der Be—
vegung der Förderkörbe im Schachte, an dem mit der Teufen-Skala versehenen Rahmen d
entlang bewegt. An der Säule S befindet sich eine verstellbare Warnschelle e, die bei der
Annäherung des Förderkorbes an die Hängebank durch den in dem Führungsschlitze be—
veglichen Ansatz der Schraubenmutter in Thätigkeit gesetzt wird. Die Spindeln haben fünf
Hänge, die Schraubenmuttern sind aus Messing, zweiteilig und leicht abnehmbar.
Mit diesem Teufenzeiger ist eine Vorrichtung verbunden, durch die beim Zuhoch—
reiben des Förderkorbes die Dampfbremse selbstthätig gelöst wird. Dieselbe besteht aus
inem dreiarmigen, um die Welle i beweglichen Hebel h, dessen wagerechte Arme die Stifte g
ragen und dessen senkrecht nach unten gerichteter Arm bei offener Bremse sich vor den ge—
krümmten Arm des um die Achse kübeweglichen und am längeren Arm durch ein Gewicht
beschwerten Hebels milegt und denselben festhält. Letzterer steht mit dem Schieber des
Dampfcylinders D in Verbindang und hält in dieser Stellung den Schieber geschlossen.
Beim Übertreiben des Förderkorbes drückt nun der mit dem Teufenzeiger verbundene Stiftek
auf den Stift g und schiebt den senkrechten Arm des Hebels häbei Seite; hierdurch wird
der Hebel mifrei, der mit dem Gewichte beschwerte Arm desselben senkt sich, öffnet den
Schieber des Dampfcylinders und setzt die Bremse augenblicklich in Wirksamkeit. Der
Stift kist durch Schraube und Gegenschraube verstellbar, sodaß damit der Zeitpunkt für
zie Wirksamkeit der Dampfbremse beliebig bestimmt werden kann.
Ein Teufenzeiger zweiter Art ist der auf Bl. 82, Fig. 4 stizzirte, welcher auf Grube
Maybach steht. Der Mechanismus zum Antrieb des Zeigers ist sehr einfach. Die unter
dem Fußboden des Maschinenlokales in einem Kanale verlagerte horizontale Welle a erhält
hren Antrieb von der Mutter der Warnglocke vermittelst einer kleinen Schubstange, die an
einem auf dem vorderen Ende der Welle a festgekeilten Hebel angreift. Auf dem anderen
Ende der Welle a sitzt der Hebel b, welcher einen durch die Hublänge der genannten Mutter
»edingten Ausschlag nach rechts oder links macht, je nachdem die Maschine in einem oder
dem anderen Sinne umläuft. Die Bewegung des Hebels beäüberträgt sich mit großer Über—
etzung ins Schnelle auf den vor der bogenförmigen Skalatc vorbeigehenden Zeiger d. Da
in dem ganzen Mechanismus nur starre, ausschließlich von der Maschine beeinflußte Ver—
»indungsglieder von festen Längen vorkommen, so ist es klar, daß der Teufenzeiger, einmal
richtig eingestellt, auch richtig bleiben muß.
Als eine weitere Kontrolvorrichtung bei der Schachtförderung ist der Geschwindig—
keitsmesser zu erwähnen. Auf dem Camphausenschachte J hat sich der auf Bl. 83,
Fig. 11u. 2 dargestellte, von dem Maschinenwerkmeister Gerhard konstruirte, als recht
zweckmäßig erwiesen. Ein in einem gußeisernen Gehäuse senkrecht stehender Schwungkugelregulator
wird durch die beiden konischen Räder a und bevon der außerhalb des Gehäuses
ich befindenden Riemenscheibe e in Umdrehung gesetzt, welch' letztere ihre Bewegung von
einer auf der Seilkorbachse der Fördermaschine sitzenden Riemenscheibe erhält. Die Aus—
värtsbewegung der an Winkelhebeln befestigten Schwungkugeln wird durch die Zugstange d
auf die verschiebbare Muffe übertragen derart, daß diese beim Stillstande der Maschine
sich an ihrer höchsten Stelle befindet und beim Betriebe, bezw. Auseinandergehen der
Schwungkugeln nach unten geschoben wird. Durch die Bewegung der Muffe e wird mittelst
des Hebels ksdie Achse g gedreht. Letztere geht durch die Rückwand des Gehäuses und
rägt hier den Hebel h, der mittelst Gelenkstange den auf einem in der Rückwand befestigten