Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

solirter Kontaktfeder e3, e und den Klemmschrauben A und B, die durch isolirte Leitungs—
drähte mit einer elektrischen Batterie und einem Läutewerk im Maschinenraum verbunden
s'ind. Ferner aus einer Zugstange b mit überzogener Gußstahlfeder g und Stellring ec.
Auf der Zugstange b sitzen außerdem zwei verstellbare Kontaktscheiben dy und d, und ein
Stellringef. Mit der Zugstange verbunden ist ein bis zum Schachttiefsten gehender ver—
zinkter Eisendraht mit anhängendem Gewicht. Kommt nun bei der Seilfahrt irgend eine
Störung vor, so braucht man während des Treibens nur mit der Hand nach dem Draht
zu greifen und denselben einen Augenblick festzuhalten, um zu bewirken, daß bei der Ein—
fahrt die Scheibe d, mit der Feder cy, bei der Ausfahrt dz mit e, in Berührung gebracht
ind infolge dessen die Signalglocke im Maschinenraum ertönt. Der Maschinenwärter hat
ilsdann die Maschine sofort zum Stehen zu bringen, und es kann nun vom Gerippe aus
veiter signalisirt werden.
Auch das Telephon hat man als Signalapparat beim Bergbau eingeführt. Eine Ge—
'ahr für die Brauchbarkeit liegt in dem Lärm, wie er bei lebhaft betriebener Förderung
n der Regel in Füllörtern und auf Hängebänken stattzuhaben pflegt.
Zweckmäßig und in manchen Revieren obligatorisch vorgeschrieben ist die Anbringung
zweier Signalvorrichtungen vom Füllorte zur Hängebank und umgekehrt, weil dadurch jedes
Mißverständnis gehoben werden kann.
Um die Anzahl der von jedem Arbeitspunkte geförderten, für dieselbe Kameradschaft
anzurechnenden Wagen festzustellen, wendet man vielfach das Versahren an, die Arbeits—
iummer, die eine Kameradschaft führt, mit Kreide an die Wagen zu schreiben. Ein an
der Hängebank befindlicher Aufkerber schreibt die Nummer auf, die vor dem Einlassen des
entleerten Wagens wieder ausgelödscht wird.
Ein anderes verbreitetes Verfahren ist, Holzpflöcke, auf denen die Arbeitsnummer
ingeschnitten ist, oben auf die Kohlen zu stecken. Einer der Abzieher nimmt die Pflöcke
ab und legt sie in das mit derselben Nummer versehene Fach eines Regales. Am Ende
der Schicht werden die Pflöcke jeder Nummer gezählt, vom Aufseher in das Förderregister
eingetragen und an eine Tafel geschrieben, damit die Arbeiter beim Ausfahren sich über—
eugen können, daß die angeschriebene Wagenzahl mit der von ihnen gelieferten überein—
timmt. Da es jedoch hierbei vorkommt, daß unredliche Arbeiter die aufgesteckte Nummer
mit ihrer eigenen vertauschen, so hat man die Einrichtung getroffen, daß nummerirte Blech—
marken an zweimal gekrümmten Haken vor dem Füllen der Wagen an einer Innenwand
derselben angebracht und nach dem Stürzen ebenso sortirt werden, wie die Pflöcke.
Gewöhnlich wird die Zahl der abgefertigten Schalen aleichfalls kontrolirt und zwar
mit Hülfe eines Steckbrettes.
Von Wichtigkeit sind die Teufenzeiger, die den Stand des Fördergefäßes im Schachte
mgeben, indem sie entweder — den Schacht in verjüngtem Maßstabe darstellend — durch
einen mit dem Förderkorbe korrespondirenden Zeiger oder eine Marke erkennen lassen, wo
sich das Fördergefäß augenblicklich befindet, oder indem die Bewegung der Krummzapfenwelle
auf eine Schraube ohne Ende übertragen wird, die einen Schlitten hin und her führt, wo—
durch ein Hebel oscillirend bewegt wird; diese Bewegung wird auf einen anderen, einem
Uhrzeiger nachgebildeten Hebel übertragen, der sich auf einem Zifferblatte mit aufgezeichneten
Schachttiefen bewegt.
Ein Teufenzeiger erster Art steht auf dem Eisenbahnschachte J der Grube Alten—
wald vor der Mitte der Seilkörbe. Zwei senkrechte Schraubenspindeln aa (Bl. 82, Fig. 153)
stehen durch konische Getriebe mit der Welle b in Verbindung, die ihrerseits durch zwei auf
der Seilkorbachse der Maschine angebrachte Excentriks bewegt wird. Auf jeder Spinde
            
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