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2) Signalhämmer oder Klingeln, die durch Drahtzüge gehandhabt werden. Das
Gewicht des Drahtzuges muß durch spannende Federn, Gummibänder, Gegengewichte oder
»ergleichen ausgeglichen werden. Die meisten Handschellenzüge leiden, sobald dieselben für
größere Teufen angewendet werden, an dem Übelstand, daß sie infolge der an den Signalen
ingebrachten starken Spannfedern oder der Belastungsgewichte nur mit großem Kraftaufwand
dedient werden können. Bei einem im Dechenschachte J ueben der elektrischen Signalleitung
eingebauten Handschellenzug fällt dieser Übelstand fort, weil hier weder Federn noch Gewichte
‚zum Ausgleichen des Drahtes nötig sind. An einem Eisengestell & (Bl. 79, Fig. 3 u. 4),
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unteren Konsole ist ein dreiarmiger Hebel H verlagert. An dem zweiarmigen, horizontal
iegenden Hebelstück sind in Abständen von 300 min vom Drehpunkte beiderseitig zwei Draht—
züge angeschlossen, die nach der III. Tiefbausohle an den Handhebel eines gleichen Apparates
ühren und zur Übertragung der Bewegung dienen. Das 200 m lange, senkrecht zum Hebel—⸗
arm H stehende Hebelstück Knträgt an seinem oberen Ende zwei gabelförmig angeordnete
Stifte, zwischen denen sich der auf der oberen Konsole verlagerte ungleicharmige Hebelarm Ht
mit seinem kurzen, 60 mu langen Hebelende beim Heben und Senken des Handhebels H
zendelnd bewegt; infolge dessen wird der Hammer, der am oberen Ende des Hebels H:
angebracht ist und der in die Glocke hineinragt, gegen diese anschlagen. Da die beiden
Handhebel H durch die beiden straff gespannten Drähte verbunden sind, so wird, sobald
nan den einen Handhebel senkt oder anhebt, der andere die Bewegung mitmachen. Wird
haher von Tage in die Grube oder umgekehrt signalisirt, so ertönen beide Glocken gleich—
eitig und zwar sowohl beim Heben als auch beim Senken des Hebelarmes H. Durch die
zu beiden Seiten des Hammers angebrachten Federn kkwird der Hammer nach dem Schlage
etwas von der Glocke weggedrückt, damit letztere austönen kann. Zum Nachspannen der
Drähte sind Wirbelschrauben in die Drahtzüge eingeschaltet.
Pfeifensignale. Man hat einen Druckkolben von 16 em Durchmesser mit 10 em
Hub angewendet, daran zunächst ein 4 em weites eisernes Rohr und daran ein Bleirohr
oon 17 mm innerem Durchmesser, das am Ende mit einem Pfeifenmundstücke versehen ist,
ingeschlossen. Jeder Kolbenhub bringt einen Pfiff am Mundstück hervor. Die Einrichtung
jat sich auf 400 m Länge durchaus bewährt. Auf Grube König wurde ein Signalapparat
fonstruirt und angewendet, der in ausreichender Weise deutliche Signale gibt. Derselbe ist
uuf Bl. 80 dargestellt. Ein Stahlblechkessel K von 600 mm Länge und 190 mm Durchmesser
vird mittelst einer Luftpumpe mit Luft von 20 Atm. Spannung gefüllt und mit einem
Zugbande an dem Bügel des Förderkorbes befestigt. Ein kurzes Krümmerrohr Lmit
Absperrhahn Mträgt ein Reduktionsventil N, das so eingestellt ist, daß die im Windkessel
»efindliche Preßluft mit 5 Atm. Spannung entweichen kann. Auf dem Reduktionsventil
itzt das Signalventil O mit angeschraubter Signalpfeife P. Der Hebel Q des Signal—⸗
»entiles kann sowohl von den die Leitungen revidirenden Schachthäuern, als auch von dem
fahrenden Personal auf dem Förderkorbe durch die Zugstange R leicht in Thätigkeit gesetzt
verden. Mit einer Kesselfüllung werden mittelst der Signalpfeifen 150 scharftönende, an
der Hängebank bei über 300 mm Teufe deutlich wahrnehmbare Signale gegeben.
4) Stangensignale, wie sie oben bei der horizontalen Seilförderung beschrieben
ind, haben auch in Schächten Anwendung gefunden; das Anschlagen des Hammers bei
200 mm Tiefe kann man ganz deutlich auf der Hängebank vernehmen.
5) Elektrisches Signal. Es wird ein elektrischer Telegraph mit Glockensignal an—
Jewendet; eine Glocke befindet sich auf der Hängebank, eine andere am Füllorte, sodaß von
unten nach oben, sowie umgekehrt signalisirt werden kann, wozu 3 Drähte und eine Batterie