Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

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an die Scharniere ss angeschlossen. Der Hebel x zum Offnen des Absperrventiles steht in
der Mitte zwischen beiden Fördertrümmern, die beiden Handhebel p zur Bewegung der
Wellen oo rechts und links daneben, so daß die drei Hebel vom Signalgeber gleich bequem
zu handhaben sind. Übrigens werden die Handhebel beim Handbetriebe genau in demselben
Sinne bewegt wie der Hebel des Absperrventiles beim hydraulischen Betriebe, so daß der
Zignalgeber bei etwaigem Wechsel nicht irren kann.
Anstatt eines Akkumulators mit Gewichtsbelastung wird jetzt komprimirte Luft zum
Auftreiben der Plunger benutzt. Vom Absperrventile führt eine Rohrleitung nach einem
kleinen Windkessel, der höher als das Absperrventil steht, damit bei der Füllung alle Luft
aus dem Plungerrohre und den Rohrleitungen nach dem Windkessel gelangen kann. Wird
das Absperrventil geöffnet und werden die Plunger vom abwärts gehenden Förderkorbe
niedergedrückt, so tritt eine entsprechende Menge der Vaselinöl-Füllung, welche erst bei —
260 0. gefriert, in den Windkessel; nach dem Abgleiten des Förderkorbes drückt die im
Windkessel befindliche, bis auf 22/3 Atm. komprimirte Luft die Plunger rasch wieder in
die Höhe. Diese Einrichtung hat den Vorteil, daß der durch die Trägheit des Akkumulators
iebst Belastung verursachte Stoß beim Anlangen der Kapsplunger am höchsten Punkte wegfällt.
Sicherheitsapparat an den hydraulischen Kaps von Franz. Bei Unachtsam—
eit des Signalgebers kann es vorkommen, daß über dem auf den Kaps ruhenden Förder—
lorbe Hängeseil entsteht. Es geschieht dies, wenn er vergißt, die Absperrung zwischen dem
Akkumulator und den Kapsplunger rechtzeitig, de h. vor dem Ingangsetzen der Förder—
naschine, zu öffnen. Beim nachherigen Offnen der Absperrung erfolgt dann ein nahezu
reies Falles des Korbes und infolge dessen eine plötzliche außerordentliche Beanspruchung
des Seiles, die dessen Bruch herbeiführen kann, unter allen Umständen aber geeignet ist,
zie eigentlichen Vorteile der hydraulischen Kaps hinfällig zu machen. Um daher die letzteren
unabhängig von der Aufmerksamkeit des Signalgebers zu machen, wurde der auf Bl. 73,
Fig. 428 dargestellte Sicherheitsapparat konstruirt. Das Prinzip desselben besteht darin,
»aß durch eine, den Schluß des Kapsventils herbeiführende drehende Bewegung der Kaps—
dentilspindel (um etwa 9009) gleichzeitig ein Riegel mit zwei Nasen vorgeschoben wird, der
ie Kurbel des Induktors (Signalapparates) in der einen oder anderen Endstellung so lange
perrt, bis die umgekehrte Bewegung der Ventilspindel das Offnen des Kapsventils veran—
laßt. aa ist ein aus Winkel- und Flach-Eisen hergestellter Bock, der auf der vorderen Seite
den Induktor b und darüber eine Signaltafel c, auf der Rückseite aber zwei Wecker däu
von verschiedenem Ton) trägt; e ist die Kurbel des Induktors, ff2 sind zwei Nasen des
Kiegels g, welcher sich in Schlitzführungen des Bockes à und des Winkels hähorizontal
»erschieben läßt. Die Spindel i des Kapsventils kuist nach oben verlängert und nahe ihrem
Ende in einem Auge des Rahmens J senkrecht geführt; sie trägt in passender Höhe die
Stellkurbel m. Auf dem oberen Ende der Spindel ist außerdem eine kleine Kurbelen fest⸗
zekeilt. Durch die gekrümmte Lenkstange o und den Arm p, der am Riegelg befestigt ist,
vird die Verbindung zwischen der Ventilspindel i und dem Riegel g hergestellt. Wie aus
Fig. 4 und 5, Bl. 73 zu ersehen, erfolgt die Feststellung der Induktorkurbel e in ihrer rechten
Stellung durch die Nase fudes Riegels g, während dies in der linken Stellung durch die
Nase kbewirkt wird. Bei geöffnetem Kapsventil ist der Riegel g so weit nach rechts ge⸗
schoben, daß die Kurbel e zwischen den Nasen kund kfiuspielen und ihren kreisbogenförmigen
Ausschlag unbehindert ausführen kann (Fig. J und 8), womit aber die Hemmung für den
Signalapparat beseitigt ist, der Signalgeber kann also das Signal zum Niederlassen des
Korbes nicht eher geben, bis er die Verbindung zwischen Akkumulator und Schachtkaps her⸗
gestellt hat.
            
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