brücken, zweiteilige Fallthüren, Kaps, diesen ähnliche, in Klauen bestehende Vorrichtungen,
endlich die Einrichtungen zum schwebenden Halten an; am meisten Zeit ersparen die Kaps
uind sind bei guter Ausführung bei der Etagenförderung ganz besonders brauchbar.
Zweiteilige Fallthüren von Holz oder Eisen halten die Schachtöffnung während
»es Treibens geschlossen, indem sie mit Gegengewichten versehen sind. Zum Durchlassen
des Fördergestelles werden beide Flügel durch ein gemeinschaftliches Seilzeug oder Hebel—
verk gleichzeitig geöffnet, dann wieder geschlossen, sodaß sich das Gestell aufsetzen kann.
Hängestützen oder Kaps sind im wesentlichen in Scharnieren bewegliche, in den
Stößen des Fördertrummes angebrachte Stützen, auf die sich das Fördergestell aufsetzen
'ann (Bl. 72). Bei großer Fördergeschwindigkeit ist die beste Konstruktion diejenige, bei der
die Stützen eine mäßig geneigte Stellung aus den Stößen in das Innere des Fördertrumms
haben und beim Aufgange des Gestelles in die Stöße zurückgedrängt werden, während nach
dem Passiren des Gestelles die Kaps in die gewünschte Lage durch Gegengewichte zurückgeführt
werden, wodurch man bewirkt, daß die Thätigkeit des Abnehmers bei den Kaps nur für die
Abwärtsbewegung des Gestelles notwendig wird, indem er durch Hebel beide Kaps zugleich
in die Stöße zurückdrängt, um das niedergehende Gestell passiren zu lassen. Die Kaps liegen
in denjenigen Stößen, wo sich die Leitbäume nicht befinden. In ähnlicher Weise, wie die
daps, hat man Wellen mit Daumen odr Klauen angewendet, die gewöhnlich horizontal aus
dem Stoß in den Schacht hineinragen. Sie können sich sowohl unabhängig um die ruhende
Welle drehen, sodaß das nach oben passirende Gestell sie aufhebt, als auch mit der Welle
zedreht werden, was notwendig ist, wenn das Passiren stattgefunden hat, um das Gestell
aufsetzen zu lassen. Die Wellen an den beiden Stößen sind durch Hebewerke verbunden,
odaß der Abnehmer sie gleichzeitig bewegen kann. Man hat auch wohl auf jeder Seite
wei solcher Wellen untereinander liegen, um bei Förderung mit Etagenkörben denselben
»ine doppelte Stütze zu geben. Den eben erwähnten Vorrichtungen haftet der Übelstand an,
daß man das Fördergestell, bevor es in den Schacht zurückgelangen kann, erst von den
daps abheben muß. Damit ist Zeitverlust und die Bildung von Hängeseil am unteren
Bestelle verbunden, welches in der Regel rasch und deshalb mit einem heftigem Stoße weg—
zeholt wird. In diesem Umstande dürfte aber in erster Linie der Grund für die Er—
cheinung zu suchen sein, daß die Förderseile am unteren Ende so schnell brüchig werden
uind deshalb, um größeren Schaden zu vermeiden, öfter abgehauen werden müssen.
Dieser Übelstand wird durch die Schachtfallen beseitigt. Dieselben weichen nach
eendigter Abfertigung des Gestelles durch Handhabung einer einfachen Vorrichtung von
selbst zurück und gestatten dem Gestelle ein sofortiges Niedersinken, sodaß die Maschine stets
nit straffem Seile anhebt. Nimmt man ein zweietagiges, mit je zwei Wagen besetztes Förder—
gestell an, dessen Gewicht 2000 kg, das Gewicht des leeren Wagens 250 und das Gewicht
der Ladung 500 Kg beträgt, ferner volle Seilausgleichung durch Unterseil, so ergiebt sich folgen—
des: Nachdem auf der Hängebank die vollen Wagen der unteren Etage gegen leere und auf
der Anschlagssohle die zwei leeren Wagen der oberen Etage gegen zwei volle ausgetauscht
vorden sind, muß man bei gewöhnlichen Kaps das obere Gestell anheben, um es zur Abferti—
jung der oberen Etage einhängen zu können. Dabei beträgt das zu hebende Gewicht: Förder—
gestell 2000 kg, zwei volle Wagen 1500 Kg, zwei leere Wagen 500 kg, in Summe 4000 Kg.
Bei den Schachtfallen fällt das Anheben fort, das obere Fördergestell sinkt nieder und
zleicht damit das Gewicht des unteren Gestelles mit Inhalt, welches gleichfalls 4000 kg
eträgt, vollkommen aus, sodaß die Maschine nur die Reibungswiderstände zu überwinden
Jat. Befinden sich nun nach vollständiger Abfertigung im unteren Gestelle vier volle und
m oberen vier leere Wagen, so beträgt das größte, von der Maschine zu hebende Gewicht