aus und zieht die Königsstange mit Schlitten und Seilende um die Höhe Hherab,
die Fänger werden mitgezogen, die Fangzähne gleiten auf ihrer Unterlage zur Leitung
hin, berühren sie und dringen unter der weiteren Wirkung der Feder um einen
Betrag ein.
Fig. 7, III.) Der Förderkorb fällt, während die Königsstange feststeht, um einen
Weg h und drückt die Feder wieder zusammen. Die ausdehnende Kraft drückt die
Fänger weiter nach unten und tiefer in die Leitung ein, bis sie
die in Fig. 7, IV gezeichnete wagerechte Lage und damit ihre größte Eindringungs—
iefe erreicht hat. Die Feder hat sich nun wieder völlig ausgedehnt. Bei dem
veiteren Sinken des Förderkorbes und dem Fortschneiden der Fänger bis zum
rölligen Stillstande bleibt die Stellung der Fangvorrichtung dieselbe.
Auf Wilhelmschacht JI der Grube König sind Münzer'sche Fangvorrichtungen zur
Sicherung bei der Seilfahrt eingebaut. Bei 8 mm Geschwindigkeit bei einem Förderunfalle
fangend, zeigten die Fangritzen in den Schachtleitungen eine Länge von 1,45 m. Die
Leitungen konnten unmittelbar nach dem Unfalle zur Produktenförderung weiter benutzt
werden, während bei den früheren Excenterfangvorrichtungen das Aushauen der zertrümmerten
Leitungen und das Einbauen der neuen die weitere Förderung in derselben Schicht meist
anmöglich machten.
Bei der zweiten Klasse der Fangvorrichtungen werden die Leitbäume von den beiden
Seiten her durch gezahnte Excentriks gedrückt, und diese geben häufig die Leitschuhe ab,
was indes nicht zu empfehlen ist, weil der eigentliche Fangapparat dadurch in zu großem
Abhängigkeitsverhältnis zum Fördergestell steht (Bl. 68, Fig. 3 bis 5).
Anstatt der zum Umwerfen der Excentriks verwendeten Kraft gespannter Federn wird
auch Luft benutzt, die in einem auf dem Fördergestell angebrachten kleinen Messingeylinder
durch Anheben des Förderseiles komprimirt wird. Dieser Cylinder c (Bl. 68, Fig. 6 u. 7)
ist auf dem Hauptquerstücke des Fördergestelles durch die Stützen aa befestigt; er ist nach
unten offen, und es bewegt sich in ihm der luftdicht schließende Kolben d, dessen Stange
nach unten mit dem Querhaupte e und nach oben durch Zugstangen mit dem Querhaupte k
verbunden ist, das an der Zwieselkette hängt. Das Querhaupt e wirkt durch die Zug⸗
tangen mmu auf die Hebel, die auf den die Excentriks tragenden Wellen aufsitzen. Im
Zustande der Ruhe steht der Kolben im Lufteylinder unten und die Excentriks greifen in
die Leitbäume ein. Beim Anheben des Förderseiles wird durch das Querhaupt kẽ das
Querhaupt e und mit ihm der Kolben dü bis in seine höchste Stelle gehoben, zugleich
werden die Hebelarme m angezogen und dadurch die Excentriks geöffnet. Dabei wird die
Luft auf ein Fünftel ihres Volumens zusammengedrückt, sodaß eine Spannung von 5 Atm.
oder 4 Atm. Überdruck in dem Cylinder eintritt, die bei einem Seilbruche, wo das Quer—
saupt fuund mit ihm der Kolben fällt, wirksam wird und dadurch die Excentriks herum—
virft, sodaß sie in die Leitbäume eingreifen.
Bei den Keilfangvorrichtungen befinden sich auf jeder Seite des Förderkorbes
zwei gezahnte Keile, die sich in einer schwalbenschwanzförmigen Nute der Führungsstange A
Bl. 68, Fig. 8) bewegen; beide Keile sind unten mit einer Schraube versehen, mit welcher
sie auf die Traverse B wirken. Die Löcher in der Traverse sind oval, damit die Keile
darin eine seitliche Bewegung machen können. An die Traverse B eist das Scharnier D
zefestigt; dieses, sowie ein zweites Scharnier Eeund die Platte Fumit Scharnier nehmen
den ungleicharmigen Hebel Geauf. Durch die Mitte der Platte Fgeht ein hohler Cylinder H
mit Flansche, der sich in der Hülse J auf und ab bewegen kann. Durch den hohlen Cylinder
geht der Tragbolzen L. der oben durch die Platte Mugeführt wird und an welchem das
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