Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

Sohle befand, worauf die Klemmovorrichtung wieder angeschraubt wurde. Hängeseil war
nicht mehr möglich, da die Klaue nur bei dem Aufgauge des Seiles das Gerippe mitnahm
Die Einrichtung erwies sich jedoch nicht als sicher, indem die Aloeeinlage sich vollständig
mit Seilschmiere imprägnirte, dadurch rutschte und das Fördergerippe durchging. Die
lemme C mit Ledereinlage entsprach besser den Anforderungen, wobei sich jedoch große
Aufmerksamkeit und Übung der Arbeiter bezüglich des richtigen Anziehens der Klemme als
Bedingung für die Sicherheit ergab. Zu einer wesentlich besseren Klemmvorrichtung gelangte
man auf Grube Friedrichsthal; dieselbe wurde von dem früheren Maschinenwerkmeister
Baumann konstruirt und ist bei Besprechung der Seilzerreißmaschine näher beschrieben,
owie auf Bl. 63, Fig. 3 bis 5 stizzirt.
Zur Verbindung des Seiles mit einer Stange benutzt man zwei ineinander gesteckte
Muffen C und D (Bl. 55, Fig. 24), von denen O konisch ausgebohrt und über das mit
zinem Knoten und zwei eingelegten dünnen Platten B versehene Seil A geschoben ist, während
zie andere Muffe D mit der Stange oder bei Förderkörben mit dem Kettenwirbel ver—
chraubt ist.
Runde Hanfseile für kleine Förderwagen biegt man wohl nur aufwärts um und
»ernäht die Enden mit Leder; bei stärkerem Durchmesser nimmt man hier wie bei Draht—
eilen einen Ring, über den sich das Seilende legt.
Bei Bandseilen jeder Art legt man entweder zu beiden Seiten vernietete oder ver—
chraubte Laschen an, die unten in einen Ring zusammen gehen (Bl. 55, Fig. 25 und 26),
der man biegt das Seilende besser über einen Ring und befestigt dasselbe durch Spangen
Fig. 27 und 28). An den Enden der Zwieselketten bringt man Haken an, am besten mit
chließender Feder (Fig. 29), die das Ausspringen verhindert.
Durch das plötzliche Anheben der Maschine leiden die Seile sehr, weshalb öfteres
Erneuern des unteren Stückes notwendig wird, zu welchem Zwecke man das Seil um so
biel länger nimmt, daß Reserveumschläge auf die Trommel gelegt werden können. Um die
Wirkung des Anhebens zu verhindern, hat man elastische Mittel eingeschaltet, und zwar:
1) Seilfederbüchsen. In einer Büchse, die oben mit dem Seil, unten mit der
Zwieselkette durch Wirbel verbunden ist, befindet sich eine Stahlfeder, die beim An—
jube zusammengedrückt wird und den Stoß sür Seil und Gestell unschädlich macht.
In Fig. 30, Bl. 55, besteht die Büchse aus einem durch die Platten aa und bb
Jebildeten rechtwinkeligen Gehäuse; in diesem befinden sich zwei ziemlich starke,
200 mm hohe Federn. Die Büchse ist durch den Bolzen e und den Bügel d mit
»em Seile, sowie durch den Bolzen e und den Bügelek mit der Fangvorrichtung im
»beren Teile der Förderschale verbunden. Beim Anhube werden erst die schwächeren
Federn der Fangvorrichtung und dann die stärkeren der Federbüchsen zusammen—
zepreßt.
Gummipuffer werden ebenfalls angewendet; es sind dies Cylinder von 8 mm
tarkem Eisenblech, 31 em hoch und weit, verstärkt durch drei Eisenbänder, oben und
inten durch Deckel von 13 mm starkem Eisenblech geschlossen, die außen durch vier
Zugschrauben gehalten werden. In dem Cylinder sind zwei Kolben angebracht, von
»enen der obere mittelst einer Stange und Wirbel mit dem Seil, der untere mit der
Zwieselkette verbunden ist. Über und unter dem Kolben liegen je 6 Gummischeiben,
die beim Anheben zusammengedrückt werden und so den Stoß aufnehmen. Derselbe
Zweck wird erreicht, wenn man die Seilscheiben auf Federn legt.

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