gehalten. Auf den konischen Bunden der Stangen sitzt eine Eisenblechplatte H, die bei dem
Hinanf- und Herunterschrauben der Führungsstangen einen engeren oder weiteren Raum
‚wischen der Platte H und der oberen Platte K zur Aufnahme mehrerer Holzplatten läßt.
Mit der oberen Platte Kusind die Bügel Mudes Förderkorbes vernietet. Die über der
Büchse D sitzende Spiralfeder Bubewirkt ein elastisches Anheben des Förderkorbes. Die
Bohrungen der Seilbüchsen und Platten zu einander sind so gewählt, daß nur bei geöffneter
Büchse der an dem Seile gebildete Knoten durch die innere Büchse und die darüber liegenden
Eisen- und Holzplatten hindurchgehen kann. Zur Herstellung dieser Seilverbindung bezw.
zum Anschlagen des Förderkorbes muß das Seilende durch die oberen Platten und die
iußere Büchse mit Spiralfeder hindurchgesteckt, das Seilende sodann gelockert und die
Drahtenden zurückgebogen werden. Die zweiteilige innere Büchse wird nun um das Seilende
gelegt, mit Schraubenbändern zusammengehalten und das Seilende mit Hartblei voll aus—
gegossen. Nach dem Erkalten des Gusses wird die Büchse mit dem so gebildeten Seilknoten
in die äußere Büchse hineingeschoben. Zum Abschlagen des Förderkorbes vom Seile muß
mittels der im Boden der inneren Büchse steckenden Schraube die innere Büchse heraus—
zezogen und von dem Seilknoten abgenommen werden. Der bloßgelegte Seilknoten kann
nun durch die äußere Büchse und die darüber befindlichen Platten zurückgenommen werden.
Zur Regelung des Hängeseiles dienen die je nach Erfordernis zwischen die beiden eisernen
Platten zu schiebenden Holzplatten; mittels des Gewindes an den Führungsstangen werden
eselben fest aufeinander geschraubt.
Auf den Aspenschacht der Grube Gerhard ist der Förderkorb mit dem Seile in der
Art verbunden (Bl. 67), daß dasselbe um eine Hülse a gelegt und sein Ende durch vier
Seilschlöfser mit dem Hauptseil verbunden ist. Durch die Hülse ist ein Bolzen b von 60 mm
Stärke gesteckt, an welchem zwei schmiedeeiserne Rundstangen e von 50 min Durchmesser
ingreifen, die am unteren Ende wieder durch einen gleich starken Bolzen d miteinander
»erbunden sind. Auf letzterem Bolzen ruht ein Teller e aus Stahlguß, der die kräftige
Spiralfeder f aufnimmt. Das oberce Ende der Spiralfeder legt sich gegen eine schmiede—
eiserne Platte g, über welche zwei Bügel h, 15 )100 mm stark, aufgeschraubt sind. Die
Enden der Bügel sind zu Augen hergestellt, welche durch die Bolzen i von 40 min Durch—
nesser mit an den Förderkorb angenieteten Scharnieren verbunden werden. Die Rund—
tangen Kudienen zur Führung des Tellers 6.
Soll der Förderkorb hoch gehoben werden, so legt sich die Spiralfeder gegen die
Bügelplatte und es findet ein sanftes Anheben statt. Bildet sich Hängeseil über dem Förder—
lorb, so gehen die Verbindungsstangen e senkrecht in der Bügelplatte abwärts, wodurch
Stauchungen des Förderseiles und Reibung desselben an den Verbindunasteilen des Förder—
orbes vermieden werden.
Um beim Fördern aus verschiedenen Sohlen das zeitraubende Umstecken der Seil—
rommel unnötig zu machen, sind Versuche mit Klemmvorrichtungen gemacht worden,
die nur an einem der beiden Förderkörbe angebracht zu sein brauchen. Auf dem Griesborner
Schachte der Grube Kronprinz Friedrich Wilhelm wurde seiner Zeit die Klemmvorrichtung B
auf Bl. 63, Fig. 8 bis 11 konstruiert. Dieselbe bestand aus zwei Stücken Eisenblech, die
est an das Förderseil angeschraubt wurden, bei dem Anheben unter den Bügel des Förder—
zestelles faßten und dasselbe mit in die Höhe nahmen. Zur Schonung des Seiles wurden
wischen diesen Blechhülsen und dem Seil Stücke von alten Aloebandseilen gelegt. Das
Umstecken gestaltete sich sehr einfach, indem nur die Seilklemme bei dem einen Fördergerippe
zu lösen war. Während dann das betreffende Gerippe auf der Schachtfalle stehen blieb,
machte die Maschine so viele Umdrehungen, bis das andere Gerippe sich in der gewünschten