Blatt 65, Fig. 1 und 2 zeigt eine Verbindung des Seiles mit dem Fördergerippe
durch vier Zwieselketten auf Albertschacht der Grube Serlo, die den Vorteil der Beseitigung
des Hängeseiles gegenüber der direkten Verbindung besitzt. Durch Verschränkung der Ketten—
glieder kann jedoch eine ungleichmäßige Belastung erfolgen.
Blatt 64, Fig. 1 und 2 zeigt eine Verbindung des Seilschlupfes mit der Königsstange
auf dem Wilhelmschachte der Grube König durch eine einfache stärkere, nur aus drei Ringen
Hestehende Kette, womit sicherheitshalber jedoch noch zwei Reserveketten angebracht sind.
Auf Blatt 66, Fig. 1 und 2 ist die Verbindung des Seiles mit dem Förderkorbe auf
Maybachschacht II und Viktoriaschacht II durch die Baumann'sche Seilklemme dargestellt,
die bei Besprechung der Seilzereißmaschine beschrieben und auf Bl. 63, Fig. 3—5 sktizzirt
st. Bei dieser Einrichtung entsteht weder Hängeseil, noch Stauchen des Seiles.
Blatt 65, Fig. 3 und 4 stellen die Verbindung des Förderkorbes mit dem Seile auf
den Förderschächten der Grube Dudweiler dar. Der Seilschurz, den fünf Schlösser zu—
jammenhalten, geht um einen an dem Korb fest angenieteten schmiedeeisernen Bügel. Zur
Abschwächung der bei der Förderung entstehenden Stöße ist unter dem Bügel in den Seil—
churz eine cylindrische Feder eingeschaltet, die in einer Führung geht. Ferner ist die Ein—
richtung getroffen, daß zwischen der oberen Fläche der Feder und der Anschlagplatte ein
ifreier Ruum von 140 mm bleibt, der bei einem Längen des Seiles mit Klötzen ausgefüllt
vird. Diese Klötze bestehen aus zwei Teilen und werden beim Unterlegen von beiden
Seiten untergeschoben und durch Zugbänder festgehalten. Durch diese Einrichtung läßt sich
das Hängeseil leicht und schnell entfernen.
Blatt 66, Fig. 4cæ56 zeigt einen auf Wilhelmschacht II der Grube König eingebauten
Seilanschluß, mit dem Hängeseil bis zu 37,56 mm weggenommen werden kann. Die Entfernung
der Bölzenlöcher a und a, im Bügel beträgt 112,5 mm, während die Bölzenlöcher b, by und be
im Seilanschlußstücke je Th mmm Abstand haben. In Fig.es ist der Bügel in der tiefsten
Stellung. Der Bolzen o ist im Bolzenloche ax des Bügels und be des Seilanschlußstückes.
hat sich das Seil um 37,5 mm gelängt, so wird der Bolzen c herausgenommen und in
»as Bolzenloch a des Bügels und das Bolzenloch b des Seilanschlußstückes gesteckt (Fig. 5).
Hat das Seil sich um weitere 37,5 m gelängt, so wird der Bolzen e in das Bolzenloch a
des Bügels und be des Seilanschlußstückes gesteckt (Fig. 4), wodurch dann im Ganzen 75 min
Hängeseil entfernt sind. An dem andern Förderkorbe lassen sich auf dieselbe Weise ebenfalls
15 wm Hängeseil entfernen, also an beiden Förderkörben 150 min, worauf ein Umstecken
der Seiltrommeln stattfindet und die Bolzen wieder in ihre Anfangsstellung (Fig. 5) gebracht
verden. Der Bolzen e dient als Sicherheitsbolzen, der beim Umstecken des Bolzens e nicht
herausgenommen wird, sondern in dem Schlitze dgleitet.
Blatt 66, Fig. 3 stellt die Seilverbindung mit dem Förderkorbe auf Grube Göttel—
vorn dar. Das etwas aufgekräuselte Seilende A wird in eine zweiteilige, innen und außen
rund abgedrehte, nach oben konisch zulaufende Büchse B aus Schmiedeeisen mit Hartblei
eingegossen. An dem unteren Ende ist die Büchse B mit einem Boden versehen, durch
velchen eine Schraube O hindurchgesteckt werden kann. Der Kopf der Schraube ist in den
Boden der Büchse versenkt. Eine zweite, geschlossen geschmiedete Büchse D ist im Innern
passend auf die äußere Form der Büchse konisch, außen cylindrisch abgedreht. An dem
interen Rande trägt die äußere Büchse D einen Flansch zur Aufnahme der Spiralfeder P.
Zur Führung der Seilbüchse dient eine an den Flansch D angeschraubte Brille F, deren
Augen die Führungsstangen G umfassen. Diese Führungsstangen sind an ihren oberen
Enden mit Schraubengewinde und unterhalb des Gewindes mit je einem konischen Bunde
bersehen; das untere Ende der Führungsstangen wird in den Traversen des Förderkorbes