lichen Seilen aufnimmt. Es können hiernach mit vorhandenen Fördermaschinen tiefere
Sohlen erreicht werden, als bei Verwendung von gewöhnlichen Scilen;
bei gleicher Bruchfestigkeit sind Patent verschlossene Seile um 130,0 leichter als
gewöhnliche Seile infolge des Fehlens der nicht tragenden Hanfseele der letzteren.
Dann hat sich ergeben:
3) Die Patent verschlossenen Seile längen sich bei der Belastung gar nicht. Es fallen
'omit die Schwierigkeiten fort, die eine dauernd genaue Einstellung der Förderkörbe
zuf Hängebank und Füllort mit sich bringt, indem die erste Einstellung eine für die
zanze Betriebsdauer endgültige ist.
Diese Seile drehen sich nicht bei der Belastung, eine wertvolle Eigenschaft beim
Finhängen von Lasten ohne Führung sowie beim Abteufen, die geeianet ist, Unfälle
zu verhüten.
Infolge der „verschlossenen“ Konstruktion und der bei der Fabrikation erfolgenden
Finfettung der Drähte, haben die Seile sich bei einer mehr als dreijährigen Betriebs—
zeit und bei salzhaltigen Grubenwassern bis zu den innersten Lagen vollständig rost—
rei gehalten.
Der Verschleiß der das ganze Seilinnere umhüllenden und schützenden Deckdrähte ist
vegen der glatten Seiloberfläche ein sehr geringer und vor allem ein durchaus
zleichmäßiger.
Ebenfalls infolge der glatten Seiloberfläche ist die Schonung des Belages der Seil—
rommeln eine fast vollkommene.
Wegen der bei der Fabrikation erfolgenden stärkeren Zugspannung der Deckdrähte
zegen die inneren Drähte zeigen sich Schwächen des Seiles zuerst durch das Brechen
yon Deckdrähten. Der Zustand der Decklage gewährt hiernach eine ziemlich genaue
Beurteilung der jeweiligen Sicherheit eines Patent verschlossenen Seiles.
9) Die einzige Rücksicht, die solche Seile gegenüber Seilen gewöhnlicher Konstruktion
nn höherem Grade als letztere erfordern, ist die Vermeidung von Stauchungen, da
diese Verletzungen der Deckdrähte zur Folge haben können.
Der Querschnitt der Seile richtet sich nach der zu hebenden Last, die zum Teil
durch das eigene Gewicht des Seiles gebildet wird und daher mit der Tiefe zunimmt; bei
großen Tiefen wendet man daher verschiedene Querschnitte an, namentlich bei Bandseilen.
Das Gewicht eines laufenden Meters Eisen- oder Stahl-Seil, in kg ausgedrückt,
sst gleich dem hundersten Teile des Seilquerschnittes an Metall, in qmm angegeben
Gim — r xg); oder ist der Durchmesser des einzelnen Drahtes mit ô und die
Anzahl der Drähte mit m bezeichnet, so läßt sich auch das Gewicht des laufenden Meters
Rundseil nach der Formel 0,007 7 m ôe und das von Bandseil nach der Formel 0,008 n oͤe⸗
berechnen. Bezeichnet man ferner die Last, die ein Seil aus der Tiefe von n Meter heben
soll, mit G, so ermittelt man den erforderlichen Seilquerschnitt Q, indem die Belastungs—
ähigkeit für denselben dem Gewichte der zu hebenden Last und des fraglichen Seiles gleich
gesetzt wird 8.6-83 oder d
Gegenwärtig giebt man den Seilen aus Stahldraht den Vorzug. Auch hat man in
aeuerer Zeit die Verwendung von Drähten aus Phosphorbronce zu Grubenseilen empfohlen,
veil dieselben höhere absolute Festigkeit und größere Widerstandsfähigkeit gegen Torsion und
Zugkraft besäßen, als Eisen- und Stahl-Drähte, konnten sich jedoch keinen dauernden Ein—
gang verschaffen; dieselben sind wesentlich teurer, sie haben wohl den Vorzug, daß nach der
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