30 und 50 em. Die Führung der Körbe erfolgt durch Büchsen oder Ringe, die außen
in den Korbrahmen angeschraubt und so gestellt sind, daß die an den inneren Seiten
eider Körbe befindlichen sich nicht berühren können; jedes Seil wird durch zwei solcher
ibereinander stehender Büchsen gefaßt. Um die Körbe leicht von den Seilen trennen
u können, empfehlen sich die Bl. 55, Fig. 15 stizzirten Büchsen, die zugleich das Ein—
sießen von Schmiere gestatten. Die obere Befestigung der Leitseile erfolgt in den meisten
Fällen an dem oberen Querbalken der Seilscheibengerüste. Um den Förderkörben bei
er Ankunft auf der Hängebank eine solide Führung zu geben, hat man folgende Ein—
ichtung getroffen (Bl. 55, Fig. 16). Jeder Korb trägt in der Mitte des unteren
Nahmens einen eisernen Zapfen a, der an der Hängebank in den an dem oberen Holz—
ahmen angebrachten, nach oben und unten erweiterten eisernen Schuh beeinläuft; an
»emselben Holzrahmen sind in dem Raume zwischen beiden Körben starke eiförmige
Hölzer e angebracht, an welchen die Ecken der Förderkörbe mit den Leitklötzchen d an—
treichen, sodaß jeder Förderkorb durch drei Festpunkte in die richtige Stellung gebracht
wird. Die Aufsitzvorrichtungen unterscheiden sich nicht von denen bei festen Leitungen.
Auf der Anschlagsohle ist die Einrichtung dieselbe, wie auf der Hüngebank. Wenn aber
Veittelsohlen vorhanden und diese mit derselben Einrichtung versehen sind, können die
Leitschuhe und Leitklötze beim Vorbeifördern mit aller Geschwindigkeit zu heftigen Stößen
nn den Förderkörben Veranlassung geben. Man hat deshalb die Schuhe b nach unten
»edeutend erweitert und verstärkt, um das Durchlaufen der Zapfen a möglichst allmählich
zu bewerkstelligen. Die Kosten der Drahtseilleitungen betragen fast nur die Hälfte der—
enigen der Holzleitungen. Auf der Königsgrube in Schlesien sind die Seile c (Bl. 55,
Fig. 17) oben durch Lagerbalken a, die auf dem Seilscheibengerüst liegen, geführt und
iber eine mit einer Nute versehene halbkreisförmige Scheibe geleitet; sie werden mit dem
Ende gleichfalls durch die Lagerbalken hindurchgelassen und an dessen unterer Seite
nittelst der Klemmschraube d festgeklemmt, während das Ende verloren im Schacht—
rurme befestigt wird. Eine andere Befestigungs- und Spannungsvorrichtung besteht darin,
daß durch die Lagerbalken à (Bl. 55, Fig. 18) das Schraubengewinde b führt, das durch
die Schraubenmutter c festgestellt wird. Das Schraubengewinde verlängert sich nach
inten in eine ausgekehlte Backe d, welcher eine zweite ausgekehlte Backe e entspricht.
Zwischen beiden Backen wird das Seil ffeingelegt. Zur Befestigung werden beide
Backen mit den Klemmschrauben gg umlegt, die in der aus Bl. 55, Fig. 19 ersichtlichen
Weise angezogen werden. Sobald das Seil an Spannung verliert, werden die Klemm—
chrauben gelüftet, das Seilende k1 wird angezogen, worauf man die Klemmschrauben
vieder befestigt. Diese Befestigung ist auch auf dem oben erwähnten Lochwiesschachte
der Grube Sulzbach-Altenwald angebracht, während in dem Geisheckschachte der Grube
Heinitz die vier Seile über kleine Rollen, die auf dem Seilscheibengerüste verlagert sind,
zehen und zurück zur Spannvorrichtung laufen, die im Niveau der Hängebank aufge—
tellt sind. Die unteren Enden der Seile sind im Schachttiefsten an Spreitzen befestigt.
Die Fördergestelle, Förderkörbe, Förderschalen (Bl. 536—62) sind mit einer
oder mehreren Etagen eingerichtet, in Belgien und England bis zu vier. Auf jeder Etage
jat man bald nur einen Wagen, bald zwei, und diese neben- oder hintereinander aufgestellt.
Das An- und Abschlagen soll am wenigsten Zeit in Anspruch nehmen, wenn die Wagen
nebeneinander stehen; am besten soll es ferner sein, wenn vier Wagen auf der Schale stehen,
zwei neben- und zwei hintereinander; erst wenn die Dimenfionen dies nicht gestatten, sollte
man zu mehreren Etagen übergehen. Bei nicht großer Geschwindigkeit haben die Gestelle
die einfache Gestalt von Förderschalen mit dreieckig geformten Seitenwangen. Für größere