Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

von Schuhen (Bl. 1, Fig. 10) zum Durchstecken und Befestigen der Schienen besitzen; ferner
jat man die Schwellen an beiden Enden aufgebogen und die Schienen daran mit Schrauben
efestigt (Bl. 1, Fig. 12).
Im hiesigen Reviere führten die Verluste an Holzschwellen auf den brennenden Halden
zu den ersten Versuchen; fördernd wirkten die außerordentlich billigen Eisenpreise zu An—
'ang der 70er Jahre. Als Muster diente der bei den normalspurigen Bahnen vielfach
eingeführte eiserne Oberbau. Zunächst wurden die Holzschwellen durch Abschnitte von Hilf's
chen Längsschwellen, die als Querschwellen benutzt wurden, ersetzt. Die Befestigung geschah
nittelst Schraubenbolzen und Deckplättchen, die über den Schienenfuß greifen. Der Zweck
»es Unversehrtbleibens war hierdurch vollständig erreicht, doch kam dieser Oberbau viel zu
euer. Es wurden daher zunächst die durchgehenden Querschwellen beseitigt und statt ihrer
in Entfernungen von , zu 1m Abschnitte der Hilf'schen Längsschwellen von ca. 20 em
Länge als Unterlagen der Schienen benutzt, während in Abständen von 1 zu l, bezw.
zu 2m Traversen von Winkeleisen in dem Gestänge angebracht wurden. Die Befestigung
er Schienen mit Schraubenbolzen und Deckplättchen, die hier beibehalten worden war,
erwies sich später als unpraktisch, indem der Ersatz gebrochener Schraubenbolzen, die von
inten durch die Unterlagsplatten durchgesteckt sind, nur durch Aufheben des Gestänges
rmöglicht wurde. Man verfiel deshalb auf eine Befestigung mittelst eiserner Klauen und
edernder Eisenkeile, die auf Blatt 3 für eine eingeleisige schmalspurige Grubenbahn mit
illen Details dargestellt ist. Das Gewicht einer 20 em langen, mit 2 Klauen und 2 Keilen
irmirten Unterlagsplatte beträgt 6,9 kg, das Gewicht einer solchen mit 4 Klauen und
Keilen 7,9 kg. Das Gewicht eines 1mm langen, mit 4 Klauen und 4 Keilen versehenen
Winkeleisens ist 6,4 kg. Der Preis für den laufenden Meter eingeleisiger Bahn stellte sich
1877 ausschließlich Schieuen frei Grube auf 3,45 Mark, derjenige für zweigeleisige Bahnen,
wobei die Winkeltraversen durchgehen und eine Länge von 2,20 m haben, auf 6,90 Mark.
In einigen Fällen erlitt diese Konstruktion insofern eine Abänderung, als die Winkeleisen—
raversen in Entfernungen von 2 mm angebracht wurden, wonach sich der Preis für ein—
zeleisige Bahnen auf 2,80 Mark und für doppelspurige auf 5,60 Mark reduzirte. Nach—
dem die Unterlagsplatten gelegt und die Schienen darüber geschoben sind, werden die Klauen
von oben eingesteckt und durch die horizontalen Keile gegen den Schienenfuß angezogen.
Fine Auswechselung kann leicht stattfinden, ohne das Gestänge aufzuheben oder zu verrücken.
Aber auch diese Konstruktion war im Vergleich zu dem Holzschwellenoberbau noch zu
euer und man wählte nunmehr Querschwellen aus -Eisen, von dem der laufende Meter
Kg wiegt. Dieselben wurden von Mitte zu Mitte in 11m Entfernung gelegt (Bl. H.
Die Befestigung der Schienen geschieht mittelst Klauen und senkrechter Keile. Das J-Eisen
vird in vorgeschriebenen Längen geschnitten geliefert. Der Preis stellte sich 1877 für den
aufenden Meter einspuriger Bahn ausschließlich Schienen auf 2,40 Mark, desgleichen
»oppelspuriger Bahn auf 4,80 Mark. Es wird ferner ein eiserner Oberbau für Gruben—
geleise geliefert, bei dem die JJ-Eisen-Querschwellen an den Schienenwechseln durch Unter—
agsplatten von Hilf'schen Längenabschnitten ersetzt sind und die Befestigung der Schienen
)urch Klauen und besonders geformte Keile bewerkstelligt wird. Im Uebrigen ist das
Eisenprofil und die Entfernung der Querschwellen à 1mm beibehalten worden. In
ieser Ausführung wurden einspurige Bahnen 1877 zu 2,30 Mark und doppelspurige zu
.60 Mark pro laufenden Meter ausschließlich Schienen frei Grube geliefert. Auch wurde
n einem flachen Schachte mit maschineller Förderung ein sehr solides, ganz aus Eisen
zusammengesetztes Gestänge mit eisernen Zwangsschienen eingebaut, bei dem weniger die
Rücksicht auf die Kosten maßgebend war, als das Bestreben, möglichst feste, keinen Ver—
            
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