oft gar keine Leitung, andernfalls begnügt man sich mit Anbringung von Kehrlatten an den
Einstrichen. Für parallelepipedische Kasten hat man gleichfalls Kehrlatten, auch
Winkelbretter oder Leitbäume, zwischen denen zwei übereinander an den Kasten angebrachte
Leitrollen gleiten (Bl. 55, Fig. 1), oder einen Leitbaum, der von 4 Leitrollen umfaßt wird
Bl. 55, Fig. 2).
bb. Wenn aus der Förderstrecke der Wagen direkt in den Schacht übergeht, so
hjat dieser in der Regel aufgebauchte Seitenwände und unter dem Boden liegende Räder
Bl. 8, Fig. 1-4); alsdann genügen Kehrlatten oder Winkelbretter, wenn der Querschnitt
des Schachtraumes ziemlich ausgefüllt ist; ist dies nicht der Fall, so ist über dem Wagen
wie bei den Tonnen ein Führungsrahmen am Seil eingeschaltet, der mit seinen Schuhen
Leitbänume umfaßt. Wenn die Räder vor den Seitenwänden liegen, so kann man sie, wenn
dieselben englische sind, als Leitrollen derart benutzen, daß man Leitbäume — entweder
sederseits einen zwischen die Räder oder zwei vor den beiden Rädern — anbringt. Beide
Fälle gestatten keine große Geschwindigkeit und Präzision.
cc. Bei Förderung mit Gestell hat man verschiedene Leitungsvorrichtungen.
4) Winkelbretter oder dichtes Verschlagen des Trummes (Bl. 55, Fig, 3).
6) Friktionswalzen am Gestell und diesen entsprechend Kehrlatten an den Stößen des
Trummes.
„) Am Gestell befindet sich ein Spurnagel, aus drei Walzen bestehend, von denen eine
zwischen zwei Leitbäumen oder Schienen spielt, während die beiden andern an der äußern
dante derselben gleiten.
3) An zwei gegenüberliegenden Stößen befindet sich je ein Leitbaum, während am Ge—
tell ein Leitschuh oder eine Leitrinne angebracht ist, mit welcher der Leitbaum um—
aßt wird (Bl. 55, Fig. 4.
Dies ist eine gute Art der Leitung, sie gewährt sanfte Bewegung, gute Führung.
Die Leitbäume bestehen aus Holz und sind 10 zu 13 bis 13 zu 16 em stark. Die stärkeren
jaben den Vorzug, daß sie mit stärkeren Nägeln befestigt werden können, daß die Förder—
chale eine sichere Führung bekommt, also weniger schlottert und eine beschleunigte Förderung
gestattet, daß die Fangvorrichtung an der stärkeren Leitung mehr Widerstand findet,
eichter füngt und den Leitbaum nicht leicht spaltet. Bei der Befestigung durch Nägel oder
Schrauben müssen die Köpfe möglichst tief versenkt werden. Eine gute Befestigung ist
»urch Kombination von Nägeln und Schrauben herzustellen (Bl. 55, Fig. 5). Die Leit—
zäume aa und bbuwerden an den Einstrichen oc und dd befestigt; zur Befestigung
der Leitbäume aa an den Stößen dient ein ca. 25 em langer und 9—13 mum starker
Nagel, der an einem Ende zugespitzt, am andern mit einem Gewinde versehen ist. Diese
—
zaran gesetzt und mit einer Schraubenmutter, die in einer Aushöhlung der Leitungs—
olatte versenkt ist, angezogen. Für die Leitungen b und bi in der Schachtmitte dienen
34 em lange Bolzen zur Befestigung, die an beiden Enden mit einem Gewinde ver—
sehen sind und von einer Latte durch den Einstrich hindurch zur andern reichen; beide
Latten werden gleichzeitig an die durch die Einstriche gesteckten Bolzen angesetzt und mit
Schraubenmuttern angezogen. Die Befestigungsweise hat den Vorteil, daß man die Leit⸗
»äume leicht auswechseln kann. Damit sie sich nicht seitlich verschieben können, macht
nan den Zusammenstoß wie in Fig. 6, Bl. 55. Erfolgt derselbe stumpf, so deckt man
den Wechsel durch hinterlegte und mit den Leitbäumen verschraubte Hölzer, die zwischen
den oberen und unteren Einstrich passen und so den Leitbäumen eine weitere Stütze
zieten.