wickeln möglich ist und zwei Trümmer durch einen Schachtscheider hergestellt werden. In
onnlägigen Schächten erfolgt bei Anwendung von elliptischen Tonnen die Verlattung nur
im Liegenden, bei parallelepipedischen Tonnen auch an den Seiten: auch bringt man wohl
Walzen an, auf denen die Tonnen laufen.
Die gewöhnliche Konstruktion ist der Hornhaspel (Abschn. II, Bl. 8, Fig. 2), der
ius dem Rundbaume und den Hörnern zum Drehen besteht. Der Rundbaum ist bei ge⸗
ingeren Dimensionen — bis etwa 24 em Durchmesser — aus einem Stück gefertigt. Die
daspelhörner sind rechtwinkelig gebogene Rundstangen, deren Länge sich nach der Zahl der
erforderlichen Haspelzieher richtet. Der vorteilhafteste Aufsteckungswinkel der gegenüber⸗
iegenden Haspelhörner soll zwischen 80 und 1800 liegen, da wo die günstigste Stellung
des einen Hornes mit der ungünstigsten des anderen zusammenfällt; die gegenseitige Stellung
inter 1200 soll dieser Bedingung am besten genügen. Die Achse besteht in der Regel aus
inem stählernen Zapfen oder einer eisernen Stange, die durch den ganzen Rundbaum hin⸗
»urchgeht. Die Achse des Rundbaumes muß etwas über halber Manneshöhe stehen, sodaß
m höchsten Stande das Horn noch nicht die Schulter des Arbeiters erreicht. Die Rund—
„iume liegen mit ihren Achsen auf Haspelstützen; in den Auskehlungen der Stützenköpfe
ind Pfannen oder Lager angebracht, oft nur aus einem Eisenbeschlag der Auskehlung
estehend, oft aber ganz nach Art der Lager bei Maschinenteilen konstruirt. Zuweilen
ringt man unter den Zapfen Friktionsräder an, um die Reibung in den Pfannen zu
ermindern.
Als Seile wendet man vorzugsweise Hanfseile, nur bei größerem Durchmesser Draht—
eile an. Am Ende des Seiles sind Haken angebracht, mit denen es in Osen am Förder—⸗
jefäße eingehakt wird, um letzteres bequem lösen und ausstürzen zu können. Auf der
Hängebank muß eine Einrichtung hergestellt werden, daß das Abziehen und Einhängen
»er Fördergefäße ohne Gefahr für die damit beschäftigten Arbeiter erfolgen kann. Zu
)iesen Einrichtungen gehört, daß man das Fördergefäß mit Haken, indem Hängeseil gegeben
vird, heranziehen kann, ferner Fallthüren, Schiebebrücken, Rollbrücken, mit denen der Schacht
dedeckt wird, wenn das Gefäß hoch genug gehoben ist; alsdann wird das Gefäß auf diesen
Verschluß niedergesenkt und kann ohne Gefahr abgehoben werden. Jeder Haspel muß mit
Vorstecknägeln oder einer anderen sicheren Sperrvorrichtung versehen sein.
Man wendet auch Vorgelegehaspel (Abschn. II, Bl. 8, Fig. 3) mit Umsetzungen von
bis!/, an. Die Ausgleichung des Seilgewichtes ist dadurch versucht worden, daß
nan unter den Kübeln ein Seil angehängt und im Tiefsten über eine Rolle geführt hat.
Beim Abteufen bringt man eine Seilführung an, indem man über dem Fördergefäße
inen Leitrahmen mit Schuhen einschaltet, die auf den an den Stößen entlang befestigten
Leitbäumen gleiten und am unteren Ende der Zimmerung aufsetzen, während die Tonne
is auf die Schachtsohle niedergeht und beim Heraufkommen den Rahmen wieder mitnimmt.
II. Gäpelförderung.
Bei allen Göpeln liegen die Seilkörbe seitwärts vom Schachte und daher müssen zur
Führung des Seiles Seilscheiben über dem Schachte vorhanden sein.
a. Leilungen im Schachte. Fördergestelle.
1. Für saigere Schächte.
a a. Wenn ein besonderes Schachtfördergefäß vorhanden ist, in das im Füllorte die
Massen eingestürzt werden, so hat man bei Tonnen in runden oder polygonalen Schächten