räder à und at aus Rohhaut mit Metallbüchsen lose aufgesetzt, die in ein größeres Kegel—
rad b eingreifen und abwechselnd durch die Friktionskuppelungen c und e! mit der ver—
längerten Motorwelle je nach der erforderlichen Drehrichtung der Seiltrommeln gekuppelt
werden. An dem zweiten Ende der Welle des großen Kegelrades b ist ein Stirnrad d
nit Winkelzähnen angebracht, das in ein großes auf der Seilkorbwelle sitzendes Stirnrad
ringreift. Auf der Seilkorbwelle ist eine Bandbremsenfmit Fußhebel angebracht. Das
Wendegetriebe wird mit Handrad h und Spindel bewegt. Bei dieser Anordnung läuft der
Motor fortwährend in ein und derselben Richtung und wird nur still gesetzt bei größeren
Arbeitspausen und am Schlusse der Schicht. Die Spannung des Stromes beträgt 190
Volt an den Motoren und wird durch Transformation von 2000 Volt herabaesetzt
D. Schachtförderung.
Die Einrichtungen für Schachtförderung sind verschieden für saigere und für tonn—
lägige Schächte, bei den letzteren auch nach dem Grade der Neigung; ferner sind sie bedingt
zurch die Größe des Förderquantums, die Teufe, die erforderliche Geschwindigkeit, demnach
in gewisser Abhängigkeit von der motorischen Kraft bezw. der Art der Umtriebsmaschinen.
In letzterer Hinsicht hat man Förderung mit Haspeln zur Nutzbarmachung der
menschlichen Kraft und Förderung mit Göpeln, die durch Tiere, durch Wasser als
Zehrradgöpel, Turbinengöpel, Wassersäulengöpel, durch Dampf als Dampf—
Jöpel, mit komprimirter Luft als Luftgöpel und durch Elektrizität betrieben
verden. An die Wassergöpel schließen sich die Wasseraufzüge an.
In Bezug auf die Verbindung mit der Streckenförderung hat man folgende Methoden
der Schachtförderung:
1) Die unter Tage benutzten Fördergefäße gehen zu Tage und zwar:
a) direkt,
d) auf besonderen Gestellen, Gerippen, Körben, Schalen.
2) Die unter Tage benutzten Fördergefäße werden in besondere Schachtfördergefäße ent—
seert, wovon für den Raum, wo das Umfüllen stattfindet, der Ausdruck „Füllort“
jerzuleiten ist, während man im ersteren Falle diesen Raum als „Anschlaasort
bzeichnet.
Hinsichtlich der Befestigung des Fördergefäßes an das Förderseil hat man zu unter—
scheiden, ob das Gefäß an der Hängebank sofort entleert oder zu diesem Zwecke noch weiter
transportirt wird. Für große Fördermengen in Verbindung mit kräftigen Maschinen ist das
Fördern der Streckengefäße auf einem Gestelle überwiegend eingeführt. Wenn aus besonderen
Rücksichten die Karre zur Streckenförderung beibehalten werden muß, oder wenn das geringe
Haufwerk nur während eines Teiles der Schicht oder gar erst nach mehreren Schichten zur
Förderung gelangt, so ist ein Fördern mit Schachttonnen am Platze.
J. Haspelförderung.
Als Schachtfördergefäße hat man Kübel, Tonnen, auch parallelepipedische
Kasten, wenn die Schächte saiger, verschieden gestaltete Kasten, wenn sie tonnlägig sind.
In saigeren Schächten bringt man an den Stößen Verschläge aus Kehrlatten an. Bei
näßiger Teufe hat man nur ein Seil auf dem Rundbaume, das sich beim Auf- und Ab—
vickeln von einem Ende des Rundbaumes zum anderen hin⸗ und herschiebt; bei größerer
Teufe hat man zwei Seile bezw. zwei besondere Seilabteilungen, wo dann doppeltes Auf⸗