Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

rahmen solide montirt sind. Auf dieser Trommel sitzt ein konisches Zahnrad D, welches in
ie beiden konischen Räder Beuud B eingreift, die auf der Transmissionswelle Glose auf—
sitzen. Zwischen den Rädern E und Peläßt sich die Ausrück- und Umsteuer-Muffe H auf der
Transmissionswelle durch Steuerhebel und Ausrückgabeln so verschieben, daß in deren End—
tellungen eines der Räder E und Femit der Umsteuermuffe gekuppelt ist, während in der
Mittelstellung der Muffe beide Räder ausgerückt sind. Da die Pferde und mit ihnen auch
die Transmissionswelle immer in derselben Richtung umlaufen, so erfolgt eine Rechts- oder
Linksdrehung der Seiltrommel, je nachdem die Umsteuermuffe mit dem einen oder anderen
der beiden Zahnräder Meund PFin Verbindung gebracht ist. Die beiden Förderseile sind
iber zwei Seilrollen J so geführt, daß sie während des Göpelbetriebes das Befahren der
Brundstrecke mit Förderwagen gestatten. Der Göpelraum hat 8m Durchmesser und 2 m
Höhe; seine Seitenwände sind ausgemauert, während die Firste durch sechs T-Träger ver—
zaut ist, die mit ihrem einen Ende auf der im Mittelpunkte des Raumes stehenden gußisernen
 Säule M und mit dem andern Ende auf der Umfassungsmauer liegen. Die Säule M
ruht auf der Sohlplatte Nund dient gleichzeitig als Königsstock, auf welchem das Triebrad O
»es Göpels rotirt. Letzteres greift in das am Ende der Transmissionswelle Gaufgekeilte
Zahnrad P. Mit dem Triebrade O sind auch die beiden sich diametral gegenüberstehenden
Deichsel Q und Q zum Anspannen der Arbeitspferde verbunden. Diese ziehen an einer
virksamen Hebellänge von 3m und machen bei 60 m Geschwindigkeit pro Minute 3,3 Umgänge.
Für größere Fördermassen und bedeutende Geschwindigkeiten hat man andere Motoren:
Unterirdische Dampfmaschinen, Maschinen mit komprimirter Luft, hydraulische
Motoren, als Tangentialräder, Wassersäulengöpel, Wasseraufzüge und oberschlägige Wasser—
»äder, und durch Elektrizität betriebene Maschineu.
über die Vor- und Nachteile genannter zur Verwendung kommender Kräfte ist in dem
Abschnitt über die Triebmittel der mechanischen Streckenförderung das Erforderliche gesagt
vorden.
Als Dampfmaschinen werden vielfach Lokomobilen verwendet, die nach Beendigung
»er Arbeit leicht an einen andern Ort gebracht werden können. Die mit komprimirter
Luft betriebenen Maschinen sind den mit Dampf betriebenen ganz ähnlich; in hiesiger
Begend kommen die auf Blatt 50 skizzirten vielfach in Anwendung.
In neuerer Zeit werden von der Dingler'schen Maschinenfabrik in Zweibrücken
)rei verschiedene Konstruktionen von Lufthaspeln gebaut. Der auf Blatt 504 dargestellte
nit schrägliegenden Zylindern und an gemeinsamer Kurbelwelle angreifenden Lenkstangen ist
inter Berücksichtigung unterirdischer Aufstellung und um unrichtigen Zusammenbau in der
Brube zu vermeiden derart konstruirt, daß die eine Hälfte mit den beiden Cylindern, der
Antriebwelle, Steuerung und Zubehör als ein ganzes auf der Förderschale in den Schacht
jinabgelassen werden kann. Der Haspel erhält in der Regel nur eine feste Trommel, kann
iber auch mit zwei Trommeln und bei größerer Entfernung der Fördertrümmer mit drei—
nal gelagerter Trommelwelle geliefert werden. Die Zahnräder und Trommeln sind behufs
eichten Ein- und Ausbauens zweiteilig. Um den Haspel allenfalls zum Betriebe einer
iefer stehenden Pumpe verwerten zu können, ist die Trommelwelle zum Aufstecken einer
Zurbel oder Kurbelscheibe an der einen Seite über das Lager hinaus verlängert. Die
Steuerung ist eine sehr einfache Umsteuerung mit einem Excenter, mit der sich durch Ver—
tellen des Handhebels in den Grenzen von O bis 0,9 expandiren läßt. Sie werden in
)rei verschiedenen Größen gebaut mit 160, 200, 225 mm Cylinderdurchmesser, 140, 160,
.80 mm Hub; sie leisten bei einer Luftspannung von 4 Atm. Überdruck im Schieberkasten
und bei einer Seilgeschwindigkeit von 1m pro Sekunde 8, 10, 13 Ps., sie heben saiger
            
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