und England angewendet; sie veranlassen Schwierigkeiten beim Legen, weil nicht nur die
Stühlchen auf den Stegen befestigt, sondern auch die Schienen in den Stühlchen festgeteilt
verden müssen. Die Flügelschienen sind den breitbasigen oder Vignoles-Schienen nach—
gzebildet, haben sich am besten bewährt und sind jetzt am verbreitetsten. Bei Lokomotiv—
»ahnen über Tage (Bl. 1, Fig. 17 u. b) wird die Verbindung an den Stößen der Schienen
»urch sog. Stoß- oder Stuhl-Platten und durch Seitenlaschen aus Puddelstahl hergestellt,
zie mit durchgehenden Schraubenbolzen befestigt werden; auf den Zwischenschwellen wird
zie Schiene durch Hakennägel festgehalten. In anderen Fällen ist der Schienenfuß nur
nit der Wechselplatte verschraubt, die ihrerseits durch Hakennägel gehalten wird. Beim
Bergbau findet jetzt fast durchgängig die Anwendung von Hakennägeln zur Befestigung
tatt; gewöhnlich liegen die Schienen hierbei unmittelbar auf dem Steg und sind dann
vohl um die Dicke des Fußes in denselben eingelassen; die Schienen stoßen an den Enden
meinander. Die Wechselstege, auf denen dies statthat, sind etwas breiter, als die Mittel—
tege. Im hiesigen Reviere stehen drei verschiedene Schienenprofile in Anwendung. Das
zebräuchlichste, welches vorzugsweise in allen Gruben in Querschlägen, Grundstrecken und
Bremsschächten sowohl auf den Bahnen für die beladenen wie für die leeren Wagen ge—
zraucht wird, ist das sog. Profil 3 (Bl. 2, Fig. 1, 2 u. 3), wovon der laufende Meter
1,1kg wiegt. Die Schienen dieser Art werden in Längen von 5, 4,5, 4 und 3,5 m
zeliefert. Ein ferneres, meist in den Abbaustrecken und Strecken, wo geringere Förderung
uimgeht, gebräuchliches Profil ist Profil 4, wovon der laufende Meter 5,75 kg wiegt und
das in Längen von 3,5 und 4nm geliefert wird. Das früher noch vielfach in Anwendung
zewesene Profil 2 für Bahnen mit beladenen Wagen ist fast verschwunden und wird nur
nehr — in Gußstahl ausgeführt — auf der Lokomotivbahn der Berginspektion II benutzt.
Der laufende Meter wiegt 13 Kg, und die Schienenlängen sind 6 bis 7Tm. Bei diesen
tellt man die Verbindung an den Wechseln durch viermal gelochte Laschen von 31 em Länge
und Wechselstühlchen (Unterlagsplatten zur Aufnahme des Schienenfußes) mit aufgelegten
perschraubten Platten her; die Stege liegen 52 em voneinander entfernt. Zum leichten
ind regelmäßigen Biegen der Schienen steht auf Grube Reden der auf Blatt 8, Figur 13
tizzirte Apparat in Anwendung. Er ist auf einem Förderwagengestell angebracht und be—
tteht aus einem Paar festverlagerter Stahlräder, gegen die ein bewegliches Stahlrad mit
iner Stellschraube angedreht wird. Zwischen das untere Räderpaar und das obere Rad
vird die zu biegende Schiene eingeführt. Sodann wird die Stellschraube nach Erfordern
ingezogen und hierauf durch Umdrehen des oberen Rades mittelst der Handgriffe die Schiene
wischen den Rädern hindurchgedreht. — Brückenschienen, welche auf Lokomotivbahnen
in Amerika, in England in Anwendung stehen, werden auch beim Grubenbetriebe benutzt.
Die Schienen werden mit Hakennägeln auf den Stegen befestigt. Die auf Blatt J, Figur 16,
zezeichneten sind im Fuße 78 bis 85 min, im Kopfe 20 bis 36 mm breit und 39 min
soch. Der Doppelmeter wiegt 20 kg. Dieselben sind jedenfalls sehr stabil, bei gleichem
Bewichte möchten sie den Flügelschienen wegen ihrer geringen Höhe nachstehen.
Der Verbrauch von Stahlschienen nimmt fortgesetzt zu; dieselben sind, nach dem
Gewichte berechnet, in der Anschaffung um weniges teurer als Eisenschienen, halten dagegen
änger und können im Profile leichter hergestellt werden; auch läßt sich das Material nach
zemachtem Gebrauche höher verwerten.
Zur Befestigung der Schienen verwendet man auch eiserne Schwellen. Dieselben
zestehen aus gewalzten Schienen mit aufgegossenen Stühlchen, in welchen die Bahnschienen
zurch Keile befestigt werden (Bl. 1, Fig. 11); ferner stehen Schwellen von ⸗ förmigem
Querschnitte in Verwendung, die dem Profil der Schienen entsprechende Biegungen in Form