Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

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klar, daß die Mutter Gottes uns gewarnt hat!“ — Der erhaltenen
—S zufolge gingen Margaretha und Frau Wachter eine
Stunde später wieder in den Härtelwald. Margaretha erblickte
sobald wieder die h. Erscheinung. Die Frage nach ihrer Sicher—
heit wurde mit der Weisung beantwortet, einige Vaterunser zu
beten und dann fortzugehen. Auf eine fernere Frage wurde
erlaubt, sogleich fortzugehen und im Weggange die bezeichneten
Vaterunser zu beten. Endlich wurde bet dieser oder der vorher—
gehenden Erscheinung auf Befragen mitgetheilt, daß das Gebet
der begleitenden Frau....3 gut gewesen, daß sie aber
doch nicht ihrem Wunsche gemäß die hl. Erscheinung sehen könne.
Die göttliche Mutter kam indessen der Sehnsucht ihrer Lieb⸗
linge erbarmeud entgegen. Konnten sie nicht mehr regelmäßig
wie früher und ungehindert zu ihr in den stillen Wald gelangen
so konnte doch kein Militär und keine Polizet ihr, der Königin
Himmels und der Erde, untersagen im Dorfe den Kindern sich
zu zeigen. Es beginnt nun selbst in der Zeit der Besetzung des
Dorfes durch das Militär eine fortlaufende Kette von fast täglichen
Erschetnungen der Königin der Engel, die zuweilen fich mit andern
göttlichen, aber auch satanischen Erscheinungen paaren.
Am Montag, den 24. Juli, also noch in der Dauer
der militärischen Besetzung Marpingens wurde die Erscheinung
den beiden Kindern Katharingd und Margaretha zum ersten Mal⸗
im Dorfe Marpingen selbst, Abends gegen 8 Uhr, im Elternhause
der Katharina (Hubertus). Als dann später Margaretha mit
ihrer Mutter (Kunz) sich gegen 9 Uhr nach ihrer Wohnung begab,
wurde Katharina von ihren Eltern zu ihrem Lager eine Treppe
hinaufgeführt. Das Kind sagte bein Aufsteigen zu den Eltern;
„Geht aber zu beiden Seiten der Treppe, die Mutter Gottes
geht in der Mitte.“ Dieselbe verweslte dann, bis das Kind sich
zur Ruhe gelegt hatte, und die Eltern sich entfernten. Bei deren
Weggang sagte die Kleine wiederum: „Geht aber zu beiden Seiten
er Treppe.“

Am Donnerstag, den 27. Juli Nachmittags, erfolgte die
erste Erscheinung in der Schule. Die unterrichtende Lehrerin be⸗
merkte an den beiden Kindern Margaretha und Katharina eine
auffallende Blässe. Dieselben folgten jedoch dem Unterricht, nur
nicht so aufmerksam wie gewöhnlich. Vei der Unterrichtspause,
als die Schülerinnen den Schulsaal verließen, sagte Margaretha
zur Lehrerin: „Die Mutter Gottes ist da.“ Die LSehrerin er
            
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