Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

IAII

7— begnadigten Marienkinder Ratharina, Margaretha und
Susannga waren von den Folgen der Besetzuͤng und Ab—
sperrung des hl. Ortes besonders hart getroffen. Eiumal muß⸗
ten sie beständig die Last der Einquartierung in ihrer Eltern
Wohnungen um sich sehen, sodann aber waren sie gewaltsam ver—
hindert, an den Ort der hl. Stätte zu kommen, wo die hl. Jung⸗
frau ihren Augen sichtbar zu erscheinen und so manche⸗ Gnade
zu spenden geruht hatte.
Die Sehnsucht nach dem Anblicke der geliebten Mutter ver—
anlaßte indessen Margaretha am 21. Juli die Frau . zu
bitten, mit ihr in den Wald zur hl. Stätte hinzugehen. Fraͤu
222. ließ sich bewegen. Beide gingen zuͤerst zumn Gnaͤden—
hrunnen, sodann zum Erscheinungsorte. Naͤch kurzem Gebet wurde
die Gottesmutter der Margaretha sichtbar. Sie erschien dieses
Mal im schwarzer Gewandung, selbst der Schleier trug diese Farbe.
Die Frau..4. ließ nun durch Maͤrgaretha fragen, ob
sie sicher wären. Die Antwort lautele, sie sollten sich nicht auf⸗
halten, sondern beten und fortgehen; sie brauchten aber keine
Furcht zu haben. Es war die Zeit der Besetung durch das
Militär gerade die Zeit, in der die Dorfbewohner am meisten
um ihren Herrn Pfarrer besorgt sein mußten. Daher wurde
Margaretha veranlaßt, fragen, ob man demselben Nichts an—
haben könne. Und bei dieser Gelegenheit erhielt Margaretha die
Antwort, „daß man ihm wohl diel Drangsalanthun, aber Nichts
gegen ihn ausrichten werde.“ Die dritte Frage Margaretha's, ob
man ihr und ihrer Mutter Nichts anhaben“ könne, wude kurz
und bündig verneint. Die letzte Frage endlich, ob die Soldaten
noch lange im Dorfe verblieben, wurde beantwortet: „Richt lange“,
aber die Frage „wie lange“ wurde nicht beantwortel. Eddlich er⸗
hielten ste die Weisung, um 2 6 Uhr wieder in den Wald zu
kommen. Darauf verließen Beide den Wald. Um sich umzu—⸗
schauen, stiegen sie außerhalb des Waldes eine Anhbhe hinan;
sie erblickten in diesem Augenblicke die Milttärpatrouille ankom
men und Frau ........ rief staunend aus: „Es ist doch gewiß

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