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stelligten Abreise am 7. Oktober. Die Kleinen kamen auf meinen
Wunsch herbei. Ich wollte sie veraulassen zu beten. Sie weigerten
sich entschieden, weil die Mutter Gottes unten im Dorfe ihnen
gefagt häbe, sie werde bei diesem Anlaß nicht erscheinen. Erst
als ich sie belehrte, daß wir nicht beten wollten um die Erschei—
nung zu sehen, sondern um für erhaltene Wohlthaten Dank zu
sagen, knieten ste nieder und beteten wie sonst.
Was hat denn die Erscheinung bewogen, mich durch ihre
Mittheilung an die Kinder also zu beschämen? War es mein
kalter, ge profaner Sinn, der sich etwas auf wissens chaftlich⸗
geschichtliche Methode zu verstehen und sie unter sein kritisches
Messer nehmen zu dürfen glaubte? Oder bezog sich der Inhalt
der letzten Frage auf eine Unwahrheit? Man kann wohl viel—
leicht Beides als Grund annehmen. Jedenfalls wird folgender
Umstand mit dem Erzählten zusammengehalten werden duͤrfen.
Nach ihrer Entlassung aus der Waisenanstalt zu Sgar—
brücken wurde den Kindern die von W. Kramer herausgegebene
Broschüre über die Erscheinungen und Heilungen in Marpingen
mit der Weisung übergeben, etwaige Unrichtigkeiten anzuzeigen.
Einige Tage später, es war in der zweiten Hälfte des Januar
dieses Jahres erklärten ste, die fragliche Aeußerung der Erschei—
nung, am Donnerstag den 183. Jull ein Zeichen thun zu wollen,
wie ste noch keines gewirkt, sei nicht geschehen. Ueberhaupt sei
die Erscheinung am Donnerstag den 183. Juli gar nicht sichtbar
zewesen; ste habe die am Mittwoch gestellte Frage, ob sie Donner—
stag den 18. erscheinen werde, verneint; daher seien sie die Kinder
am Donnerstag den 18. Juli gar nicht im Walde, nur einmal
n dem gn denselben angrenzenden Wiesengrunde gewesen, als
sich die Pilger dann sofort an ste herandrängten, eilten ste nach
Hause, gingen früh zur Ruhe und hörten erst am andern Tage, wenig⸗
stens steht dies von Margaretha fest, von der Ankunft des Militars.
Es ist ohne strengen Beweis nicht anzunehmen, daß die
Kinder zu der zweifellosen Gabe der Schauung der hl. Erschei—
aung auch erhalten hätten die Gabe der Mitcheilung, welche sie
befähigen würde, in einer über ihre natürliche Befuͤhtgung und
Entwickelung hinausgehenden Weife das Wesen und di⸗e Aeußer⸗
angen der hl. Erscheinung zu beschreiben, darzustellen und in der Er—
innerung festzuhalten. Darum muß es dahingestellt fein, ob die
im Januar 1877 von ihnen gegebene Erzählung über die Ereig—
aine w 12. und 13. Juli 1876 als sichere Quelle angesehen
erden könne.