Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

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dieser historisch-treuen Darstellung genügen. So viel aber kann
in Anbetracht der an sich glaubwürdigen, aber nicht nach allen
Einzelheiten und Umständen zugegangenen Mittheilungen bereits
jetzt gesagt werden, daß, wenn die übrigen Geheilten den Bei—
pielen muthiger Dankbarkeit, wie sie muͤgetheilt wurden, auch
fernerhin nicht Folge leisten wollten, man im vollen Sinne des
Wortes die Frage des Heilandes wiederholen könnte: „Sind nicht
Zehn heil geworden, wo sind denn die Neun?“ Man gibt die
Zahl der, bekannt gewordenen auf 400-500 an. Doch soll dem
angeschüchterten Volke annoch kein Vorwurf über Undankbarkeit
sunacht werden. Die Ursachen, welche zum Zustandekommen
seiner scheuen Zurückhaltung und Schüchternheit mitwirken, sind
in Deutschland überhaupt und gerade in jetziger Zeit und beson—
ders noch in Beziehung auf die Gnadenereignisse in Marpingen
so zahlreich und mächtig, daß in der That die stattliche Zähl
der mitgetheilten Veröffentlichungen, wie sie einen hohen Grad
frommer, Dankharkeit und persönlichen Muthes beweisen, so zu—
gleich wieder einen Schluß auf die feste Ueberzeugung der glück—
lich Geheilten an die Wirklichkeit und Wahrhafftigkeit der Er⸗
scheinung der göttlichen Mutter in Marpingen bilden Jassen. Im
Uebrigen ist es selbstverständlich, daß der Verfasser die Verant—
wortlichkeit für die Wahrheit und Wirklichkeit der Heilungen und
der vorhergehenden Krankheiten den Aussagen und Veröffent—
lichungen der Betreffenden überlassen muß. Die Frage ob die—
selben im Einzelnen den strengen kirchenrechtlichen Anforderungen
und selbst allen geschichtlichen Anforderungen so entsprechen, daß
die endliche Entschetdung sie sämmtlich als wirkliche Wunder
cmerkennen wird, ist noch micht spruchreff, wenn man auch den
meisten angeführten Heilungen wunderbaren Charakter beizulegen
nicht umhin können wird.

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