Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

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ohl gehen werde, sonst, müsse die „Marie von Marpingen“
d * wie anders seine Ausdrucksweise gelautet haben mag.
Bald darauf fielen beide Pferde zur Erde und erhoben sich nicht wieder,
ohne daß sich bei der Section eine Krankheit entdecken ließ. Dieser
Vorfall fand die weiteste Berbreitung, obgleich er wohl schwerlich
vor dem 14. März 1877 veröffentlicht worden ist. Dem Ver—
fasser, der vom 23. September bis zum 7. Oktober seine For⸗
schungen in Marpingen machte, war er im Orte selbst nie zu
Ohren gekommen. Erst am 10. Oktober hörte er ungefahr
8 Stunden von Marpingen zuerst davon in einer an ihn hier⸗
über gestellten Frage. Diese Fragen wiederholten sich spuͤter oft,
ohne daß den Fragern mehr geantwortet werden konnte, als:
„Ich weiß Nichts dabon.“ Spätere Erkundigungen setzen den
Vorgang, den sich übrigens Jeder nach Belieben erklären wolle,
allerdings außer Zweifel.
Es ist bisher eine stattliche Zahl von Heilungen mitge—
theilt, welche entweder in Marpingen, am Gnadenorte selbst,
durch die Handanlegung an den h. Fuß, der gebenedeiten Jung
frau, oder durch den Gebrauch des dortigen Gnadenwassers en
weder plötzlich in ganzer Vollständigkeit bewirkt worden, oder
doch von der Zeit der ersten Anwendung an in mehr oder minder
rascher Folge zu Stande gekommen sind. Ohne hier und jett
dieselben nach der von der Theologie aufgestellten Lehreüher
wunderbare Thaten eingehender zu untersuchen, muß ausdrücklih
auf den Charakter der Offenkundigkeit hingewiesen werden, den
dieselben durch die dankbare Veröffentlichung in Zeitungen mit
Namensunterschrift der Gehetlten oder der ihnen Nahestehenden und
mit Zeugenschaft von Nachbarn und Verwandten angenommmen hahen.
Diese Offenkundigkeit ist sogar eine juristische geworden, indern
die Heilungen zu zahlreichen gerichtlichen Vernehmungen ge
führt haben.
Man würde indessen sehr irre gehen, wollte man die Zahl
der stattgehabten wunderbaren Heilungen auf die mitgethelltet
beschränkt wissen. Eine große Anzahl fernerer Heilungen her⸗
diente nach thren Einzelheiken genäuerer Prüfung und Dab
stellung. Warum hier blos auf die angegebenen näher Bezug
genommen wird, liegt auf der Hand.“ Nur eine. ganz um⸗
fangreiche und selbst veranstaltete Prüfung und Durchforschung
der vielen aus dritter und vierter Hand getachten Mittheilungen
über andere behauptete wunderbare Heilungen oder fernere Ver
öffentlichungen Seitens der Geheiltenef elbst kann dem Zwech
            
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