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größere Strecken und kann nicht zu schwierige Feldarbeiten leicht verrichten.
Wer hat mir diese unschätzbare Wohlthat erwiesen ꝰ Ich sage und jeder Gläubige
sagt es: „Das hat die goͤttliche Mutter, die mächtige Jungfrau, gethan!“ O,
Maria! bitt' für uns!
Remersweiler, den 26. September 1876.
Anna Marig Johannetta Sebastian. Jakob Groß, Schneider.
Johann Welter II. Peter Fuchs. Johann Sebastian. Johann Georg Schmidt.“
Ueber Heilungen, welche dem Gebrauch des Gnaden—
wassers von Marpingen zugeschrieben werden, finden sich in
der „Saarztg.“ Nr. 177 vom 3. August, Nr. 214 vom 16. Sep⸗
tember, Nr. 215 vom 17. September, Nr. 216 vom 19. Sep—
tember und in Nr. 236 vom 12. Oktober in der „Trier'schen
Landeszeitung“ vom 3. März 1877 und der „Mayener Volksztg.
Veröffentlichungen. Nr. 177 vom 83. Aug. ist noch dadurch bemer—
kenswerth, daß die darin enthaltene Erklärung der Wittwe Mar—
garetha Schulz überhaupt die erste dieser in Anbetracht der Zeit—
verhältnifse so muthigen Dankesbezeugungen ist. Diese Erklä—
rung lautet:
„Zur Ehre der Mutter Gottes und aus Dankbarkeit für die empfangene
Wohlthat veröffentliche ich die wunderbare Heilung meines Kindes Jakob.
Mein Kind, welches 2 Jahre alt ist, kounte bis dahin nicht gehen, nicht ein—
mal allein stehen. Nach dreimaligent Trinken von dem Waffer, welches an
jener Stelle hervorquillt, wo die Mutter Gottes zu Marpingen erschienen ist,
hat es am andern Tage ohne eine anderwärtige Beihilfe allein stehen, gehen
und herumlaufen können, so daß Alle, welche mein Kind vorher kannten, dies
Ereigniß als offenbares Wunder anerkannten. Alle Bewohner Eiweilers können
dafür Zeugniß ablegen.
Eiweiler, den 31. Juli 1876.
gez. Wittwe Margaretha Schulz.“
Fernere Erkhärung:
„Die unterzeichneter Ehelente, Peter Romp, Bergmann und Maria
Welsch in Wiesbach, geben hiermit öffentlich zur Erklärung ab, daß ihr 21,
Jahr altes Kind Maria seit Januar d. J. bis Mitte Juli derart an den
Augen litt, daß dasselbe nicht sehen konnte. Die Augen konnte man nicht
mehr sehen und das Sehorgan schien gänzlich exrloschen zu sein und das Kind
khat vor lauter Schmerzen während Tag und Nacht nichts als weinen; das—
selbe nahm wenig Speise und Trank zu sich und war so elend und armselig,
daß man es fast nicht ansehen konnte. Auch war das Gesicht des Kindes voll
Ausfahrt, so daß es sich mit gewöhnlichem Wasser gar nicht waschen lassen
wollte, indem es vor lauter Schmerzen laut aufschrie. Da alles nichts helfen
wollte und wir alle Hoffnung auf die Wiedergenefnng unseres Kindes aufge⸗
geben hatten, nahmen wir unsere letzte Zuflucht zur Mutter Gottes und rich⸗
teten unsern Blick nach der Marpinger Gnadenstätte, wo — wenn auch nicht
Alle — doch Mancher seine Heilung auf wunderbare Weise gefunden hatte.
Da wir Umstände halber nach Marpingen zu gehen beide persönlich verhin⸗
dert waren, und wir unser Kind nach dorthin Niemanden mitgeben konnten,
indem dasselbe — weil nicht transportabel — während des Trausportes sicherlich
gestorben wäre, ließen wir uns durch den in Wiesbach wohnenden Berg-