Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

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an an mehrere Aerzte, aber keiner konnte mir helfen. Herr Dr.
8 —5** * mir bor etwa vier Jahren Tropfen, die ich unge—
führ ein halb Jahr laug gebrauchte und die mir, wenn die Krämpfe kamen,
für einige Minuten Linderung verschafften. Gewöhnlich dauerten die Krämpfe
ien halben Tag, manchmal auch länger. Seit dem letzten Jahre habe ich
mich ohne Medikamente gequält, theils weil ich kein Vertrauen mehr darauf
hatie, theits weil ich zu arm war. Als ich von der Erscheinung der Mutler
eles Manpingen hörte, ging ich am 12. Juli dorthin in den Wald. Die
Finder legten nieine Haud auf den Ort der Exrscheinung und gaben mir einige
Vhebete zu verrichten auf. Alsbald fühlte ich Besserung und am andern Mor—⸗
gen war ich volllommen gesund und bin es bis zu dieser Stunde. Diese Aussage
 bin ich bereit zu beschmören. Als Zeugen meines vorigen Elendes und
meiner vollständigen und plötzlichen Heilung unterschreiben folgende vier Per⸗
sonen: Franz Wuͤtling, Johann Zapp, Conrad Mathis, Kathaärina Grenner,
J Mathis.
J —— Kreis Ottweiler, den 17. September 1876.
qaretha Wittling, geb. Grechner. Franz Wittling. Jakob Mathis.
Marte —* — Katharina Grenner. Johanu Zapp.“
Die „Deutsche Reichsztg.“ brachte am 10. Januar 1877
über eine am Mittwoch den 12. Juli stattgehabte Heilung fol—
gende Erklärung:
„Gott zur Ehre und zum Ppeisd er allerseligsten Jungfrau
aria.
Ich unterzei chnete Maria Scheid, 60 Jahre alt, Ehefrau des Franz
Scheerer von Gronig, litt 2 Jahre lang an einem Brustleiden, welches man
allgemein für Lungenschwindsucht hielt. Ich hustete unaufhörlich mit vielem
Auswurfe, so daß ich immer mehr entkräftet zuletzt nur mehr einem Gerippe
glich. Nach sechswöchentlichem Krankenlager wurde ich mit den hl. Sterbe—
sakramenten versehen, da ich, sowie meine Umgebung, die Tag und Nacht bei
mir am Bette zubrachte, jeden Augenblick mein Ende erwartete. NMerztliche
Hilfe nahm ich nicht in Anspruch, weil ich, sowie Alle, die mich kannten, meinen
Zustand für oben angegebene Krankheit, also für unheilbar hielt. Als nun
duf einmal die Kunde von den Erscheinungen in Marpingen kam, schöpfte auch
ich Vertrauen auf die immerwährende Hilfe Mariens und ließ mich am Tage
vor der Einrückung des Militürs, mehr todt wie lebendig, zur Gnadenstätie
nach Marpingen bringen. Die betreffenden Marienkinder legten meine Hand
auf den Ort der Erscheinung und gaben mir die gewöhnlichen Gebete zu ver—
richten gus. Nachdem man mich Abends wieder nach Hause zurückgebracht,
fühlte ich schon einige Besserung und am folgenden Morgen war ich vollständig
desund, uur noch einige Mattigkeit in den Gliedern blieb zurück, die aber auch
wich, so daß ich schon nach einigen Tagen meine frühere, vollstündige Gesund
heit erlangt hatte, deren ich mich noch bis heute erfreue. Diese Aussagen bin
ich bereit zu beschwören; als Zeugen meines Elerdes und meiner vollstaͤndigen
Heilung unterschreiben mit mir außer meinem Manne noch folgende Personen:
— Maria Scheid.

— Zeugen:
Franz Scherer. Johann Peter Maldener. Michel Gebel. Peter Scheid.
Michel Abach.
Gronig bei St. Wendel.“
            
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