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sagte mir dann, ich sollte acht Tage lang die Gebete: „Komm, heiliger Geist ꝛtc.“
und „Unter Deinen Schutz und Schirm ꝛc.* täglich verrichten. Vorher hatte
mir das Kind noch bemerkt, ich hätie ja meinen Stock an das Haupt der hl.
Jungfrau angelehnt, worauf mein neben mir stehender Sohn den Stock wegnahm.
Hierauf ließ ich mich wieder auf dem Wagen nach Hause bringen,
verrichtete, wie mir befohlen war, die erwähnten Gebete und fand mich am
dritten darauffolgenden Tage Samstag) von dem Uebel vollständig verlassen,
so daß ich seit diesem Tage ohne Stod bequem einhergehen kann und die sonst
heftige Pein nicht im Geringsten mehr wahrnehme; ich habe mich bereits zu
Fuß und ohne Stock nach Oitweiler zur Kirche und wieder nach Hause bege—
ben, was mir seit neun Jahren nicht mehr möglich gewesen war. Dieses Er—⸗
eigniß, das ich ganz der Wahrheit gemäß hier erzählt habe, halte ich mit al—
sen, die mich kennen und meine Heilung miterlebt haben, für eine wunder—
bare Fügung Gottes auf die Fürbille der allzeit gebenedeiten Gottesmutter,
und fordere ich Jeden, der hierin anderer Meinung ist, auf, die Sache anders.
denn als wunderbare Hellung zu erklären.
Die mitunterschriebenen Zeugen erklären, daß sie meinen Krankheitszu—
stand gekannt und sich jetzt von meiner vollständigen Heilung überzeugt haben.
Mainzweiler, Kr. St. Wendel, 15. September 1876.
Maria Zimmer, Wurne von Konrad Jochem.
eugen:
Friedrich Krämer. Johannes Schöneberger. Peter Kiefer.“
Die „Saarzeitung“ vom 24. September enthielt Folgendes:
Erklärung.
„Ich unterzeichnete Katharina Schult aͤus Gehweiler, Pfarrei Furschwel—
ler, Kreis St. Wendel, litt 8 Wochen an Nervenschwäche und Nervenzucken im
rechten Arm. Derselbe schlug unwillkürlich hin and her, Tag und Nacht. Ich
fühlte kein Leben darin, er war mir wie bode. Arbeuen konnte ich selbstver⸗
ständlich nicht damit. Ein mich behandelnder Arzt hielt es für einen Schlag⸗
anfall. Mit einer Elektristrmaschine machte ein anderer Arzt täglich dreimal
Versuche dexart, daß mir die rechte Schulter hochaufgeschwollen war, was mir
sehr große Schmerzen verursachte. Nachdem alle Medikamente nutzlos geblieben,
ging ich am Mittwoch, den 12. Juli ec. nach Marpingen in den Härtel—
wald zur Gnadenstelle, trauk von dem Wasser der Quelle und wusch mir den
Arm damt. Während die Kinder an meinem Arm die Berühruug vollzogen,
spürte ich sofort Wärme und Leben darin und vier Tage darduf, nämlich den
17, Juli c. war ich vollständig geheilt, was ich bis heute noch bin und hier⸗
mit aus Dankbarkeit bekannt maͤche.
Ich bin bereit, vorstehende Aussage zu beschwören. Mit mir unter—⸗
schreiben noch meine Mutter uͤnd zwei Zeugen.
Gehweiler, den 15. September 18376. U
Katharina Schult. Wittwe Maria Schult. Joseph Schad. Nikolas Wommer.“
Die Nummer derselben Zeitung vom 27. Januar enthielt:
Erklärung. VJ
„Ich unterschriebene Margaretha Grenner, Ehefrau des Franz Wittling
—— 45 Jahre alt, bescheinige hiermit, daß ich seit dem Jahre 1868
an Nervenkrämpfen sehr stark gelitten habe, so daß die Anfälle mir zeitweise
beide Hände und Füße zusammenzogen und mich oft zwei Mann festhalten
mußten, wenn die Krämpfe zu stark an mich kamen; ich konnte die Schmerzen
fast nicht mehr ertragen. Mein Mann waudte sich während der Kränkheit