Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

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sogenannten „Kartoffelleibchens“ indem er sagte: „Je nun, Jeder
glaͤubt daran, was ihm geholfen hat! Ich freue mich mit Ihnen
uͤber Ihre Genesung.“
Der Thatbestand dieser Doppelheilung wurde von dem Ver—
fasser in Gegenwart des, Geheimpolizisten James Marlow,
d. h. des Königlichen Kriminalkommissarius Freiherrn v. Meer⸗
scheid-Hüllessem aufgenommen. Doch darf die Darstellung seines
Teibens vom 1. Oktober an nicht die Geschichte der Erschei—
nungen ˖ und Heilungen vom 3. Jult bis zu s einer Ankunft in
Marpingen am. 1. Oktober unterbrechen. Wetter unten wird
aber in der geschichtlichen Ordnung der Erxeignisse das Nöthige
geboten werden. Dagegen wird es sowohl der Darstellung wie
den Würdigung der Exeignisse dienlich sein, im Anschluß an
dieser Stelle sofort alle Heilungen vom Mittwoch, den 12. und
vorn Donnerstag den 18. Juli, und später zu berichten, soweit
fie einen fur die Oeffentlichkeit bestimmten dem Verfasser bekannt
gewordenen Ausdruck gefunden haben.
Ueber Heilungen, welche am Mittwoch den 12. Jult
in Marpingen stattfanden, liegen vier Veröffentlichungen vor.
Drel dabon sind in der „Saarzeifung“ vom 28., 24. und 21. Sep—
dember enthalten. Die vierte befindet sich in der Bonuer „Deut—
schen Reichszeitung“ vom 10. Januar 1877 und in anderen Zei
tungen.
die „Saarzeitung“ vom 28. September enthielt:
„Zur Erscheinung der allerseeligsten Jungfrau in Marpingen.
Die mannigfachen Versuche, welche noch fortwährend gemacht werden,
die Erscheinung der allerseeligsten Jungfrau Marici zu Marpingen als nicht
glaubwürdig darzustellen, veranlassen Unterzeichnete, mit folgender Erklärung
zicht langer zuruckzuhalten. Im Jahre 1866, meinem b8. Lebensjahre, stellte
sich an meinem rechten Fuße ein Jähinendes Uebel ein und steigerte sich bis
zuin folgenden Jahre so sehr, daß ich seit dieser Zeit nur mehr mit Hilfe
ines Siockes eine kürzere Strecke mühsam gehen konnte. Herr Dr, Brauncd,
der mich ungefähr ein Jahr lang in dieser Sache behandelte, exklärte mein
Uebel fuͤr Rheunatismus und stellte schließlich bei meinem Alter keine Heilung
mehr in Aussicht. Darauf zog ich Herrn Dr. Hermann zu Ottweiler zu Rathe,
aber auch von ihm wurde ich nach etwa 8 Wochen dahin beschieden, daß mein
Uebel ein rheumatisches und nicht mehr heilbar wäre. So schleppte ich mich
denn etwa d Jahre mühsam an einem Stocke umher, wobei ich zu weiteren
Fußgüngen ganz unfähig war, mich nachweislich während dieser ganzen Zeit
zur Pfarrkirche nach Otiweiler mußte fahren lassen und sehr oft auch genöthigt war,
mir die hl. Sakramente im Hause spenden zu lassen. Am Nachmittage vor
enem Tage, an welchem Marpingen mit Millitär belegt wurde, halte ich mich
mit einem Wagen nach dem Wunderorte bringen lassen. Dort legte, während
ch niederkniete, das züngfte der bekannten drei Mädchen meine Hand an jene
Stelle, wo nach Aussage des Kindes die Füße der hl. Jungfrau ruhten, und
            
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