Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

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Gnadenstätte zu Marpingen, wohin er dieselbe gebracht hatte, vollständig
geheilt worden ist.
Meine Tochter kann at en ——5——3 irgend Jemandes
gchen rdei 8— — fentuch publieire, verbürgt sich für die Rich⸗
tigkeit desselben der Unterzeichnete.
Wiesbach den 15. August. Matthias Schug.“
Sodann muß hier die wahres Erstaunen exregende Doppel⸗
heilnng einer Frau und ihres einige Nonate alten Kindes ange⸗
führt werden. Frau Katharina Becker, Ehefrau des Wirthes
Jakob Becker aus Winterbach, welches Dorf ungefähr eine Stunde
pon St. Wendel entfernt liegt, war schon seit ungefähr vier Jahren
krank. Sie konnte sich nicht hücken ohne Krämpfe, litt an oflerem
Erbrechen, war überhaupt unfähig, ihrem Hauswesen vorzustehen,
welches ihre einzige Aufgabe war, da sie härtere Arbesten auf
dem Felde nie zu verrichten nöthig hatte. Im Oktober des Jahres
1875 verschlimmerte sich ihr Leiden durch den Hinzutritt der
sogenannten Gliederkrankheit derart, daß site s either beständig das
Bett hüten mußte. Im Frühjahr 1876 Mutter eines von Ge⸗
burt an kranken Kindes geworden, fühlte sie sich zwar nicht ver⸗
schlimmert, vielmehr erleichtert, blieb aber krank wie vorher. Der
behandelnde Arzt Pr. B. rieth ihr einmal, sie möge eine Wasser⸗
kur mit Waschung versuchen, doch kbonnte sie sich nicht dazu ber—
stehen, da jede Berührung mit Wässer sie bedeutend verschlimerte,
wie dies ja bei gichtischen und rheumgtischen Kranken sets de
Fall ist. Am Dienstag, den 11. Juli, hörte nun diefe Frau,
daß die Mutter Gottes wieder in Marpingen sei, um die Kranken
zu heilen. Stets fromm und glaäubig, wie sie war, faßte sie
Vertrauen und ließ sich am Abend diefes Tages von threm Ge
mahl nach der Gnadenstätte hinfahren. Beim Abfahren legte sie
eine Sterbekerze zurecht, welche die Zurückbleibenden im Falle
des Ablebens ihres ungefähr 4 Monate alten Kindes, das seif den
letzten acht Tagen trotz zweimaligen persönlichen Besuches des be—
handelnden Arztes im Hause des Wirthes Becer, beständig an
Krämpfen und großen Schinerzen litt, aͤnzünden sollten. Anñ der,
ersehnten Stelle augekommen, wurde das vertrauensvolle Weib
wie die anderen Kranken zur Berührung des heiligen Fußes der—
Gottesmutter zugelassen und bekam auch die gewöhnlich auferleg
ten Gebete nach Anweisung der Kinder zu beten auf. Bei dil
Aurührung verspürte die Jrau plötzlich in der rechten Hand ei
heftiges Zittern, welches hren gangen Körper ergrff Su hn
am Umsinken von ihrer Begleitung gehindert und aufgefangen in
            
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