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jaäͤhrige Kleine war der Erste, dem an diesem Tage die Anrüh—
rung des hl. Fußes gestattet wurde, wie er überhaupt unter den
Ersten war, die an diesem Tage an die hl. Stätte gebracht wur—
den. Als er die Anrührung vornehmen solite, da puürdere selbst
der Anschauung der Gottesmutter gewürdigt und zog anfangs
seine Händchen zurück. Er sprach sich nach seiner kindlichen Auf—
fafsung dahin aus, daß er die weiße Frau da sitzen gesehen, das
Jesukind haltend. Diefes habe eine so „schöne Kappe⸗ mit einem
so schönen Krenze daran aufgehabt und die Mutter habe dem
Linde ein so „langes Röckchen“ gemacht gehabt, daß er dessen
Füßchen nicht habe sehen können. So der Bericht des Kleinen.
Jedermann wird leicht einsehen, daß unter dem kindlichen Aus⸗
drucke „schöne Kappe mit einem so schönen Kreuze“ die Krone
des Jesukindes zu verstehen ist. Derselbe Kleine behauptet übri—⸗
gens, noch einmal die heilige Jungfrau gesehen zu haben. Ueber
seine Krankheit und wunderbare Heilung soll die vom Vater in
Nr. 189 vom 17. August der „Saarzeitung“ abgegebene öffent—
liche Bekanntmachung hier Auffluß ertheilen
Erklärung in Betreff der Muttergotteserscheinung
in Marpingen.
„Ich unterschriebener Peter Dörr, Bergmann zu Humes, erkläre hier⸗
mit der Wahrheit gemäß, daß mein Kind, Jakob Dörr, das seit Monat März
1875 bis Ottober desselben Jahres ununterdrochen krauk war.
Von da ab wurde dasselbe in Folge seiner Krankheit krumm, es konute
weder gehen noch stehen und hatte Schmerzen halber viel zu leiden, indem
alle ärztlichen Confuliationen fruchtlos blieben.
Erst am 11. Juli d. J. an welchem Tage mein Kind an Ort und Stelle
der Muttergotteserscheinung zu Marpingen gebracht wurde, ist dasselbe, nach⸗
dem es den Ort, wo die Füße der Mufter Gottes ruhten, berührt hatte, ge⸗
nesen, so daß dasselbe nunmehr gehen und stehen kann, was es früher nicht
vermocht hatte.
Mein Kind war, als es seine Gesundheit durch ein Wunder
plötzlich erlangt hatte, voller Freude.
Im Uebrigen behauptet mein Kind, die Erscheinung zweimal in weißem
Kleide gesehen zu haben.
Humes, den 165. August 1876.
Hier möge eine fernere Heilung erwähnt werden, deren 8
naue Zeitangabe aus der Erklärung nicht ersichtlich, die aber
in derselben Nro. 189 der „Saarzeitung“ unmittelbar nach der
vorhergehenden zu finden ist. Sie lautet:
Erklärung.
„Der unterzeichnete Matthias Schug, Ackerer in Wiesbach, erklärt hier⸗
mit der Wahrheit gemäß, daß seine Jahre alte Tochter Katharina Schug,
die schwache Glieder hatle und in Folge dessen nicht gehen konnte, an der