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Merkmale derselben erkennen lassen, aus deren Vereinigung ein
völlig widerspruchsloses und vollständiges Bild einer mit allen
Zeichen himmlischer Schönheit und Herrschaft geschmückten Jung⸗
frau sich ergibt? Zur Beantwortung dieser Fragen ist die That⸗
sache von großer Bedeutung, daß die Männer nicht während des
Gebetes selbst, sondern in der selbstgemachten Erholungspause,
wo sie doch jedenfalls weniger als im Gebete mit den Gedanken
an die hl. Erscheinung beschäftigt waren, dieselbe anschauten.
Ferner zeigten diese Männer, wie auch die Jungfrau Anna Hahn,
nie in ihrem Leben eine Neigung zu Mährchen und Flunkereien.
In ihrem wahrheitsliebenden und — Charakter liegt schlichte
Gradheit, kernige Frömmigkeit und furchtlose Herzhaftigkeit. Grund—
los hätten sie nicht unter Zittern und Beben von ihren Sitzen
erhohen. Grundlos umterzogen sie sich nicht den Gefahren ihrer
Aussagen. Grundlos endlich blieben sie nicht guch vor den üch—
terlichen und andern Behörden und selbst in 17tägiger Haft un—
entwegt und unerschütterlich bei ihren Angaben.
Der Schluß dieses durch die erzählten wunderbaren Heilungen
und die den genannten Personen zu Theil gewordene Er—
scheinung so hoch ausgezeichneten Tages, des 6. Juli, wurde von
den Versammelten im Walde erwartet und unter fernerem Ge—
bete bis zur Mitternacht gefeiert. Glaubte man ja annehmen
zu müssen, daß dieses die letzte Weihe und Gnadenstunde des
Verweilens der Himmelskönigin in der Stille des Waldthales
beim unbedeutenden Orte Marpingen sein werde. Spat noch
kamen Andächtige und nach erfolgter Ankunft der Marienkinder
setzte man die fromme Verehrung der ihnen sofort wieder sicht⸗
baren müchtigen Mutter mit frommem Gebet bis zu Mitternacht
fort. Dann verschwand in der That die hehre Gottesbraut —
so wie sie es angekündigt hatte. Die Kinder aber und die Menge
lehrten, von heiligem Schauer kief exgriffen und aundächtigft g
stimmt, aber auch voll Freude und BSank, nach Marpingen und
Umgegend zurück.
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