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Plren bis dahin die meisten Bewohner Marpingens von der
wunderbaren Erscheinung und ihren wunderthätigen Heilwir—
kungen hinreichend überzeugt, so sollte nunmehr jene Thatsache
eintreten, deren Kunde viel eher als die Heilung Rektenwalds
oder eines sonstigen Kranken die engen Grenzen des Dorfes Mar—
pingen und seiner nächsten Umgebung überschritten, welche in keiner
Weise durch eine vorausgehende oder nachfolgende ärztliche Da—
zwischenkunft verkleinert oder verdunkelt werden kann und von
Jedem, der mit der Ueberzeugung von der Möglichkeit der Wun—
der näher zusieht, als ein ganz offenkundiges angesehen werden
muß, für welche aber von Denjenigen, welche keine Wunder zu—
geben wollen, keine natürliche Erklärung gefunden werden kann.
Es ist die Heilung des durch die Bezeichnung eines Arztes be—
rühmt gewordenen „Kartoffelleibchens“ der damals 71. jähri—
gen Magdalena Kirsch aus Marpingen, Tochter von Berg—
mann Jakob Kirsch und Magdalena Kirsch, geborene Holzer.
Dieses Kind lag bereits einen Tag weniger als fünfund—
zwanzig Wochen beständig zu Bett und hatte nach. Ansicht der
Eltern und Aller, welche das Kind kannten, die Schwindsucht
im höchsten Grade. Ein Arzt wurde nie zu Rathe gezogen.
In den lbetzten fünf Wochen vor diesem Domerstag den 6. Juli
hatte das arme Geschöpf jede Speise, sogar das genossene Wasser
ausbrechen müssen, und fast täglich starken Blutverlust durch die
Nase erlttten. Es war in Erwartung seiner baldigen Auflösung
bom Pfarrer Neureuter schon am weißen Sonntage des Jahres
1876 mit den hl. Sterbsakramenten versehen worden, und der
Schreiner Michgel Finkler aus Marpingen, in einem benachbar⸗
ten Hause wohnhaft, erwartete täglich die Bestellung eines Kinder—
sarges für die Leiche der Magdglena.
Am Vormittag des 6. Juli nun wurde die Nachricht von
der am Abend vorher geschehenen Heilung des Bergmannes Rekten—
wald in das Kirsch'sche Haus der Mutter der kranken Magdalena
ͤberbracht Nach Weggang der berichtenden Person bhat das kranke
Kind sofort die Mutter, doch auch an den hl. Ort zur Mutter