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seine Erzählung, von deren Wahrheit die ganze Einwohners chaft
Marpingens üherzeugt und selbst nächster Zeuge ist, aufrecht,
daß er am Mittwoch, den 5. Juli, in seinem oben beschriebenen
Krankheitszustande au die hl. Stelle gegangen, dort seine Hand
an den hl. Fuß der Gottesmutter nach Anweisung der beiden
Kinder angelegt, daß er dann seine Schmerzen plötzlich verloren,
und seit dieser Zeit nie mehr verspürt, daß er am 8. oder 9.
August die Bergmannsarbeit, zu der er ärztlich für untauglich
por elf Monaten erklärt worden war, wieder aufgenommen. Es
ist seine feste Ansicht und Ueberzeugung, daß er seine Genesung
der allerseligsten Jungfrau Maria, „Dem Heile der Kranken“,
zu verdanken habe.
Diese auffallende Heilung Rektenwalds machte am andern
Morgen, Donnerstag, rasch die Runde durch die ganze Dorfschaft
Marpingen. Gleichzeitig wohl wurde auch zur allgemeinen Kennt⸗
niß die Mittheilung gebracht, daß die hl. Jungfrau an diesem
Donnerstag, den 6. Juli, noch erscheinen werde. Man hatte dem
am vorhergehenden Abend zurückgekehrten Herrn Pfarrer Neureuter
diese Nachrichten überbracht. Derselbe stellte an diesem Donnerstag
Moͤrgen ein kurzes Verhör mit den Kindern an, ohne ein anderes
RKesultat, als die bekannten Aussagen derselben zu erzielen. Eine
Uebertretung kirchlicher oder staatlicher Gebote lag nicht vor, es
war keine Sünde vorgekommen, im Gegentheil waren die Berichterftatter
sehr fromm und andächtig gestimmt. Er konnte nicht
hemmend eingretfen, was man später ihm als Pflicht hat aufer⸗
legen wollen. Aber auch zur Foͤrderung der Sache hielt er sich
nicht berufen, er beachteie sie kaum mehr als sonst eine fromme
Erzählung und ließ im Uebrigen derselben ihren Lauf.
Im Dorfe aber fühlten sich selbst die wenigst leichtgläubi—
— —— Thatsache der
Heilung Rektenwalds veranlaßt. Die Erwägung, daß noch an
diefem Tage die hl. Jungfrau erscheinen wolle, legte die allge⸗
meine Vermuthung nahe, daß sie an diesem Tage ihr Erscheinen
uͤberhaupt beenden werde und erhöhte das vielseitige Verlangen
der Bewohner Marpingens, noch an diesem Tage bei der An⸗
wesenheit der hl. Erscheinung zugegen sein zu koͤnnen und ver—
doppelte das Verlangen der Kranken, an den Gnadenort gebracht
und zur Berührung der hl. Gottesmutter zugelassen zu werden.
Die degnadigten Marienkinder verweilten den ganzen Nachmittag
nach Schluß der Schule im Walde bei der hl. Gottesmutter, die
—V⏑, ——— vorherigen Tage
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