Full text : Die Erscheinungen in Marpingen

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ieder vorzunehmen und durch die Kinder eingehendere Fragen
I cc und Begehren der himmlischen Erscheinung stellen zu
lasen n dieser Absicht begaben sich an diesem Mittwoch, den
5. Juli, Abends gegen 9 Uhr die beiden Eltern Hubertüs mit
ihrem Kinde Katharina und die Mutter Kunz mit ihrem Kinde
Margaretha in den Wald zur hl. Stelle. Ihnen schloß sich der
Gastwirth Peter Schnur an und in der Folge wuchs die Gesell—
schaft bis gegen hundert Personen. Man kniete zum Gebete
meder, die Erscheinung wurde den Kindern wieder ungefähr beim
dritten Vaterunser sichtbar. Man veranlaßte nun die Kinder,
eine Anzahl Fragen zu stellen. Die wichtigsten und vorzüglichsten
darunter muüssen zur möglichsten Erleichterung eines vollständigen
Urtheils über Ursprung, Zweck, Ziel und Kennzeichen dieser neuen
Offenbarung der hl. Jungfrau mit deren Antworten hier eine
Stelle finden.
g erste Frage betraf wieder das, was die hl. Erscheinung
von den Kindern begehre: „Was sollen wir thun?“ Die Antwort
blieb dieselbe wie früher: „Ihr sollt fromm beten und nicht sün—
digen!“ Auf die weitere Frage, wie lange sie an Ort und Stelle
bliebe, antwortete die hl. Jungfrau: „Bis zwölf Uhr.“
Auf die weitere Frage, warum die Kinder die hl. Jungfrau
allein sehen könnten, wurde die Antwort: „weil sie unschuldige
Kinder seien.“ Die über die Möglichkeit, daß noch Andere in
der eben versammelten Gesellschaft ste sehen könnten, wurde ver—
neint. Dagegen eine weitere, ob Jemand im Dorfe noch sie sehen
könne, bejaht. Die Frage, ob ein Bild oder eine Kapelle an der
Stelle exxichtet werden solle, wurde beantwortet mit: „Eine Kapelle.“
Der Erbauer wurde nicht näher bezeichnet, sondern nur im All—
gemeinen gesagt: „Wer will“, dagegen angegeben, daß sie nicht
aus Holz, sondern aus Steinen hergestellt werden soll, und daß
die Leute dazu beitragen dürfen.
Eine fernere Frage endlich, ob die Kinder die hl. Gottes—
mutter anrühren dürfen, wurde verneint, hingegen die an—
gefragte Erlaubniß den Kranken dazu ertheilt, um
gesund zu werden. Die letzte Frage endlich, ob an
diesem Mittwoch Abend — e8s war gegen 10 Uhr —
noch Kranke an den Ort hingerufen werden sollten,
wurde bejaht.
            
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